Posts mit dem Label Wieder was gelernt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wieder was gelernt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 25. November 2014

Weisse Reise...

und Wildreisen.
Keine Angebote eines Touristikunternehmens, nur der Versuch der Pluralisierung unserer allseits beliebten Sättigungsbeilage Reis. 
Und das sogar halbwegs erfolgreich! Wie Wiktionary mir gerade bestätigt: 

SingularPlural
Nominativder Reisdie Reise
Genitivdes Reisesder Reise
Dativdem Reis
dem Reise
den Reisen
Akkusativden Reisdie Reise








Gilt aber nur für verschiedene Sorten Reis. 
Das heisst aber auch, dass der Satz Reise während den Reisen unter Umständen viel weniger philosophisch ist als angenommen.
Guten Appetit.



Freitag, 18. Juli 2014

Hart ist das Gärtnerleben

Frühlingszwiebeln-Salat-Radieschen-Rucola. Bepflanzung 1
Da dreht und wirbelt frau gefühlt nur ein paarmal um die eigene Achse und *ZACK*, sind 3 (in Worten: drei) Monate (in Worten: ein Vierteljahr) vergangen seit dem letzten Post. 
Ach du grüne Neune.

Pflücksalate und Mangold. VOR der Raupeninvasion.
Womit wir auch gleich beim Thema wären. Grün wie Garten und Neune (klingt) wie Neuer. Ich gebs zu ich bin totaaal im WM-Fieber versackt. Ich dachte die Vorrunde mit all den Spielen wäre das Härteste. Aber dann diese K.O-Rundenspiele unserer Weltmeister! Mann mann mann Jungs, ich hab fast meine Hand aufgegessen im Algerienspiel. Und dann nochma' im Finale. Ist ja alles gut ausgegangen. Aber Zeit für was Andreas war da nichtmehr wirklich. Die Restfamilie wollte ja auch noch essen zwischendurch. 
Womit ich mit dem Stichwort essen schon wieder einen wunderbaren Bogen zum Anfang und zu grün geschlagen hätte... 
Unser Urban Garden. 
Mein lieber Schwan.
Der Spruch lautet glaub ich 1. kommt alles anders und 2. als man denkt. Und so wars dann auch. 
Schalotten und Frühlingszwiebeln.
VOR der Raupeninvasion
Eine Kurzzusammenfassung der bisherigen Urban-Gardening-Erfahrungen 
(Klappe die erste, Saison 1/2014):
Zwillingsradieschen
  1. Wir haben bisher in 3 Kästen je zwei Ernten "eingefahren" 
  2. Man KANN zuviel Salat haben. 
  3. Radieschen können so groß werden wie Kinderfäuste (schmecken dann allerdings nicht mehr so dolle)
  4. Rucola blüht hübsch gelb, wenn man ihn lässt.
  5. Radieschengrün ganz frisch lässt sich toll in Salat und co. verwenden.
  6. Nachts im Schein der Taschenlampe Raupen jagen gehört ins Repertoire des engagierten Bio-Urban-Hipster-Gärtners.
  7. Fette grüne Raupen anfassen ist irgendwann nimmer total eklig.
  8. Wer behauptet hat sobald die Blattläuse da sind kommen auch die Marienkäfer lebt wohl nicht in unserer Stadt. 
  9. Blumengießen ist was für Weicheier und Leute, die keine Herausforderung suchen.
  10. Frühlingszwiebeln sind erst im Hochsommer erntereif.
  11. Erbsen roh direkt vom Strauch schmecken himmlisch!
  12. "Ich hol mal eben ein bisschen Mangold vom Balkon" sagen zu können (und es auch so zu meinen) ist der Hammer!!
  13. Monokulturen, auch in der Obstkiste, sind bei ausbleibenden Pestiziden nicht zu empfehlen.
  14. Nur weil etwas in rauhen Mengen, d.h. dicht an dicht gepflanzt werden kann, heisst es nicht dass man es auch tun sollte. Gemüse, die Raum brauchen und nur wenige Pflanzen auf kleinem Raum vertragen, sind genauso gut. (sonst ist man wieder u.A. bei Punkt 2 + 3)
  15. Urban Gardening macht total Spaß und auch ein bisschen süchtig. Und es entspannt. Zumindest bis die Raupen kommen. Und die Läuse. 


Radieschenordnung

Die ersten zaghaften Erbsenspitzen im Mai.
P.S. Die Fotos sind leider vom Mai. Danach kamen die Raupen. Und die Läuse. Und das war dann nicht mehr so fotogen alles wie damals...

Samstag, 12. April 2014

Urban Gardening

Okok, der letzte Post war geprägt von Ernst und Schwermut. Dies ändert aber nichts daran, dass wir hier unser Leben weiterleben und Spaß haben und dazu gehört, dass wir uns Anfang März unter die Balkongärtner gewagt haben. Jawollja, Urban Gardening hat uns erreicht. Es war eigentlich ein Zufall. Bei meiner allwöchentlichen Kochbuchsuche in meiner Lieblingsbibliothek habe ich das Buch Selbst angebaut von Marian Flint mitgenommen, eigentlich nur deshalb, weil es auch ansprechende Rezepte drin hat. 



Ich habs dann aber doch einmal von vorne nach hinten durchgelesen und bin dabei auf die von ihr propagierte Obstkistenanbaumethode gestossen. Die Methode wiederum ist nichts anderes als die adaptierte Balkonversion des gerade viel gehypten Square-Foot-Gardening, indem eine ein-Quadratmeter große hochbeetartige Beetkiste in 9 Quadrate unterteilt mit wechselnder Fruchtfolge abwechslungsreiches und effizientes Gärtnern verspricht. 
Tja und so haben wir uns 3 Obstkisten besorgt, diese fachmännisch (*ähem*) vorbereitet und harren nun der Dinge die da kommen. 
Das Wetter war uns bisher ja schon recht hold, und daher sprießen schon die ersten Radieschen, Pflücksalate, Schalotten und ein winziger Mangold streckt seit ein paar Tagen auch 2 Blättchen vorsichtig gen Sonnenlicht. Alles natürlich angepflanzt nach dem Mondkalender (hey-ich nehme jede Hilfe, die ich kriegen kann mit meinem Talent!!). Das einzige, was sich bisher noch konsequent jedem Wachstum verweigert, sind die Möhren. Und das so kurz vor Ostern... :-)


Die Obstkistenmethode zum balkon-, kletter- und kinderfreundlichen
Gemüseanbau...

In allen vier Ecken sollen Schalotten drin stecken...

 Frühlingszwiebelfäden

Radieschen vs Rucola, wer wird gewinnen?

Der erste Kasten, bepflanzt vor 4 Wochen.
Eigentlich sollten zwischen den Radieschen auch
noch Möhren kommen. Aber nichts regt sich...
Nun harren wir also also der Dinge, die da wachsen und drücken die Daumen, dass es nicht dabei bleibt und das Töchterlein vielleicht sogar eines Tages eine veritable Balkonmöhre mümmeln kann. :-)

Freitag, 25. Oktober 2013

Erzählende Wundersteine (DIY)

Manche Projekte sind nie restlos abgeschlossen. So wie dieses hier, aber das ist auch gut so: Es geht um Erzählsteine. 
Jedes, und ich meine wirklich JEDES Kind sollte einen Satz Erzählsteine haben. Es müssen nicht drei Dutzend sein. Eine Handvoll reicht. Und ab und zu kommen ein paar neue dazu, werden getauscht, gefunden oder verloren. 
Erzählsteine sind toll, weil sie haptisch erlebbar sind. Sie liegen schwer in der Hand, sie sind kühl, -fast- unkaputtbar. Sie können gestapelt und (um)geworfen werden, rumgetragen, hin- und umgelegt, umgedreht und vorgezeigt werden. Sie können alleine oder mit einer Klasse bespielt werden. 

Pferdchen, erzähl mir was! 
Sie regen die Phantasie nicht an, denn davon haben Kinder wahrlich mehr als genug. Sie kanalisieren die Phantasie, sie helfen, Phantasie raus zu lassen, aus dem großen Gewirr eine (kleine?) Geschichte zu machen. Sie helfen beim Erzählen, geben eine Richtung vor und machen dann doch wieder jede unerwartete Wendung mit. Sie fördern das Spielen, die Kreativität, den Wortschatz, das Sprechen, Erzählen, sie machen Sinn und Unsinn und noch so vieles mehr. 
Erzählen ist eines der fundamentalsten Kommunikationsmethoden des Menschen. Lange bevor gemalt, geschrieben, gemorst, gesimst, getwittert oder gar gebloggt wurde, wurde schon erzählt. Von Jung und Alt, wahr oder erfunden, ums Feuer oder das erlegte Mammut sitzend, solange es Kommunikation gibt, gibt es Erzählungen.

Wer fliegt mit dem Flugzeug? Wohin? Warum? Mit wem? 
Und das Beste ist: Man kann sie ganz famos im Urlaub erschaffen. Sofern man an einem See- oder Meeresufer mit Steinen urlaubt. Dann sucht man sich schöne, möglichst flache Steine, die gut in Kinderhände passen. Zuhause angekommen sucht man sich aus Werbung, Katalogen, dem Internet, der eigenen Imagination, Bilder und bringt diese auf den Stein. Ich habe die Bilder aus einem Einrichtungskatalog herausgesucht und dann zu jedem Bild den passenden Stein oder auch zu jedem Stein das passende Bild gesucht. (Das hat etwas sehr Meditatives an sich.) Dann habe ich die Bilder mit Spezialkleister auf den Stein gepinselt und trocknen gelassen. Eigenlicht hätte ich gedacht, dass das reicht. Aber das Kind hat die Steine heftigst bespielt und tolle Stories in ihrer eigenen, mir nicht geläufigen Sprache erzählt, dass sie sich schon bald etwas abgenutzt wiederfanden. Man hätte also von vorneherein noch eine schützende Schicht Klarlack drüberpinseln sollen. Da Mama sowas aber in ihrem gigantomanischen Bastelvorrat nicht hat (tss-tss-tss) hat sie ganz schnöde durchsichtigen Nagellack genommen. Tuts genauso. Und nun glänzen sie wie neu. Wer gut malen kann kann die Steine natürlich auch gleich selbst mit phantasievollen Bildern bemalen. Ich bin mehr der Copy-paste-Typ, aber das ist völlig ok. Geliebt und im selbstgenähten Säckchen herumgeschleppt, werden sie trotzdem. 

Erzählsteine, erster Satz. 

Und warten schon auf viele viele weitere, tolle neue Geschichten, die noch nicht erzählt wurden.

Freitag, 23. August 2013

Häkeltussi oder zwei auf einen Streich

Das ist total einfach!  
Das entspannt sooo!  
Das lernt man ganz schnell! 
Das macht Spaß! 
Einmal angefangen kann man kaum noch aufhören!


So oder ähnlich schalmeit es seit einiger Zeit aus den Blogs und/oder Mündern von strick- und häkelbegeisterten DIY-Moms landauf, landab. Ich habe mich da bisher immer fein rausgehalten und diese Damen mit einem mitleidigen Lächeln für ihre Begeisterung belohnt.
Dann: Ferien. Und dort soll man ja bekanntlich immer etwas Neues ausprobieren. Kulinarisch und kulturell liess sich dies nicht so verwirklichen, da schon bekannt und gelebt. Aber während des Aufenthalts in unserem südlichen, blau-weissen Bundesland tat sich auf ein Mal die Möglichkeit auf, eine dieser totaaal simplen, einfachen, spassmachenden, entspannenden, etc... Handarbeitstechniken zu lernen und das sogleich noch in Kombination mit der Herstellung einer Mütze. 
Nun denn also. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, bzw. der hat im Winter kalte Ohren. Und da der nächste Winter bestimmt kommt, fand ich mich plötzlich mit zerfurchter Stirn und Zunge zwischen den Lippen auf einer Bank sitzend, mehr oder weniger talentiert eine Mütze häkelnd, wieder. Nach zwei Stunden war meine Mütze immerhin auf fünf Reihen angewachsen und hatte dabei viel mehr Ähnlichkeit mit einer Kippa für sibirische Glasköpfe als mit einer Mütze. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Projekt schon wieder auf Eis gelegt und mich als untalentiert abgestempelt. Schliesslich saß neben mir ein Drittklässler, der in der gleichen Zeit fast das Dreifache geschafft hatte (Streber!!!) Schuster, bleib bei deinen Leisten dachte ich mir.
Am Abend, nach dem Essen und bei einem Gläschen Wein, der den verknoteten Geist wieder löste, hab ich das lieblos ins Regal gestopfte Bündel dann doch noch einmal hervorgeholt, nur so zum Gucken dachte ich mir. Ich häkelte eine Reihe, es klappte nicht schlecht. Dann noch eine. Es wurde nicht schlechter. Also weiter. Plötzlich wurde aus der Kippa ein kleines mützenähnliches Etwas... Noch eine Reihe, und noch eine. Als ich nach Mitternacht ins Bett ging, hatte ich nicht nur eine Kindermütze fast fertig, ich hatte einen doppelten Farbwechsel drin. 
Tags darauf fand ich mich im örtlichen Handarbeitsfachhandel wieder, mit dem Mann, der sich nun Wolle in männlichen Farbtönen für SEINE Mütze aussuchte!
Der Prototyp
Bis zum Ende der Ferien hatte ich nicht nur meine Familie eingehäkelt, ich hatte sie sogar noch gebommelt!  Und die Herrenmütze, 1,5 Mal so groß wie das Kinderexemplar, sieht auch schon viel weniger holprig aus als der Prototyp. 
Die Männermütze

Und ich, ich bin stolz wie Bolle Bommel.
in Aktion



Donnerstag, 1. August 2013

Monatsrückblick Juli 2013


Gelesen: bin noch dran: Dashiell Hammett Klassiker "The Maltese Falcon"
Gesungen: "Kaibeziang" vom Keller Steff, a echta boarischa Oawuam.
Gehört: im Urlaub viel Boarisch
Gesehen: Neuschwanstein!!! Endlich!!! Ein weiterer Punkt auf meiner Bucket-List abgehakt!!
Getrunken: Viel erfrischenden Thé à la Menthe (ein wie immer wunderbares Geschenk der lieben Cat)
Gegessen: Die frischeste geräucherte Chiemseeforelle aller Zeiten
Gekocht: Trotz der Wärme, ja!
Gebacken:  Dafür war es (endlich) zu warm...
Gefreut: Über Komplimente bei der Arbeit, den Beginn der Sommerferien, unsere tolle Ferienunterkunft, die schönen Ferien, einen Eisbecher zur rechten Zeit uvm...
Getrauert: Als Glee-Anhänger fand ich den plötzlichen Tod von Cory Monteith traurig.
Gelacht: ... als mir der Beruf "Erotikschlosser" zum ersten Mal über den Weg gelaufen ist (und ja, es ist GENAU das was ihr denkt...)
Geärgert: Wenig!
Genäht: Ja!!! Habe Änderungsschneiderei gespielt: Einer langen Hosen ein zweites Leben als Bermuda geschenkt (sie lag schon im Kleidersack) und 2 Shirts umgenäht. Passt alles!
Gestrickt: Immernoch nicht, aber gehäkelt!! 2 Mützen!! Ausführlicher Post folgt.
Gekauft: Kindersandalen im Urlaub, weil wir unsere zuhaus vergessen haben (aber dachten wir hätten sie verloren)
Gespielt: Thurn & Taxis, Carcassonne, Minigolf
Gefeiert: Den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung des Göttergatten und Sommerferienanfang.
Gefühlt: Die totale Erholung in unserem wunderbaren Urlaub und keinerlei Entzugserscheinungen nach über einer Woche ohne Laptop.
Geknippst: Viele schöne Urlaubsbilder, so wie das hier zum Beispiel:

Freitag, 5. Juli 2013

Ein Kind singt auf dem Schulweg

Illustration: Sybille Hein 


Wenn die Pferde auf den Blüten 
sitzen und dort Eier brüten, 
wenn vor lauter dicken Dackeln 
alle Pflastersteine wackeln, 
wenn der Pfarrer, ganz erledigt, 
in der Badehose predigt, 
wenn an heißen Wintertagen 
Purzelbäume Äpfel tragen, 
wenn Frau Schmidt das Meer verschluckt 
und ins Goldfischgläschen spuckt, 
wenn es einen Schneefrosch gibt, 
eine Maus, die Katzen liebt, 
einen Lift im Schneckenhaus – 
dann erst fällt die Schule aus! 
          
-Georg Bydlinski-

Oder wenn die Sommerferien anfangen, so wie heute bei uns. 
:-)
(Allen, die es verdient haben, wünsche ich auf diesem Weg schöne und erholsame Ferien.)




Montag, 23. Juli 2012

Weiße Himbeermarmelade: Vielleicht nicht ...

Heute etwas zu "Wieder was gelernt"... Ich weiss jetzt, weshalb es keine Weiße Himbeermarmelade gibt. Ich habe mich schon gewundert.
Ich habe es nämlich getan: Ich bin noch einmal zum Selberpflückbauern und habe mit der Unterstützung des weltbesten Ehemanns ca. 500g gelbe Himbeeren gepflückt. Noch am selben Abend habe ich sie eingekocht. Soweit so gut. Total witzig: Riecht wie Himbeeren, schmeckt wie Himbeeren, ist aber weiss.
Nach dem Abfüllen war zunächst alles gut. Mittlerweile aber hat sich der der Luft am nächsten liegende Teil in ein hässliches Grau verfärbt. Ich habe ein Glas geöffnet und sobald die süße Verführung an die Luft gelangt ist, ist sie komplett gräulich geworden! Trotzdem schmeckt sie noch genauso wie Himbeermarmelade! Man braucht aber schon sehr viel Überwindung, um sie aufs Brot zu schmieren und dann erst recht, um hineinzubeißen! 
Der gräuliche Ansatz...
Ich muss jetzt also schauen, wie ich meine drei Gläser verbrauche, evtl. kann ichs zum aromatisieren benutzen, als Füllung für Kuchen oder in eine Glasur, oder es gibt nur noch zusammengeklappte Himbeerbrötchen, dann sieht man die Farbe auch nicht.


So, jetzt wissen wir es also: Weiße Himbeermarmelade Pur: Sehr gut, aber nix schön. 

Donnerstag, 12. Juli 2012

Albinohimbeeren!

Habt ihr sowas schon mal gesehen?



 Ich betrachte mich selbst als nicht gerade botanischer Banausin, aber da hab ich gestern nicht schlecht gestaunt, als ich beim selberpflück-Bauern meines Vertrauens an reihenweise Sträuchern mit vermeintlich noch nicht reifen Himbeeren vorbeigekommen bin, die eine Frau aber akribisch gepflückt hat. Also hab ich mich mal ganz frech daneben gestellt und -mit einem total abgeklärten Gesichtsausdruck- auch gepflückt und heimlich probiert - et voilà! Schmeckt wie Himbeeren!
Ich habe dann später in einschlägigen Onlinelexika in Erfahrung bringen dürfen, dass diese Sorte als gelbe Himbeeren bezeichnet werden. Es gibt angeblich auch noch schwarze Himbeeren da draußen, die sind mir jedoch noch nie untergekommen. (Wären das dann nicht quasi Brombeeren fragt sich meine botanische Banausin?!)
Na jedenfalls spiele ich jetzt mit dem Gedanken, noch einmal hinzufahren und nur gelbe Himbeeren zu pflücken, um daraus weisse Himbeermarmelade zu kochen- wär das nicht total einmalig?!

Donnerstag, 31. März 2011

"Die Unendlichkeit in einer kleinen Dose"

" Es gibt nichts was es nicht gibt und wenn doch, dann findet man es im Internet!"

Mir hat sich gestern Abend -zu später Stund' natürlich, wann sonst?- eine ganz neue, faszinierende Welt eröffnet. 
Es begann alles mit einer harmlos wirkenden Amazon-Suche nach einem Bento für meinen liebsten Ehemann. 
Ein Bento, meine nipponfernen Freunde, ist quasi die stylische Japanische Antwort auf die Amerikanische "Lunchbox", also eine Transportmöglichkeit für heimatfernes Essen. Ein Bento ist meist aus Kunststoff oder Holz und hat entweder mehrere einzelne Etagen, die übereinandergestapelt transportiert werden oder hat in einer Lage mehrere Unterteilungen, damit das Dessert-Kuchenstück nicht bis zum Mittagessen in der Salatsauce schwimmen muss ... ihr versteht schon wie ich das meine... 

Ich muss nun von hier aus nach einer solchen Dose suchen, da wir unseren Japan-Trip letzte Woche mit blutendem Herzen endgültig storniert haben. Und da der liebste Ehemann so gern Bento's mitnimmt und wir nun leider nicht in den Genuß des Aussuchens vor Ort kommen, wollte ich ihm ein solches schenken. Momentan nimmt der Beste nämlich immernoch mit einer schnöden Tupperdose vorlieb.
Wie das eben so ist, bietet mir die erwähnte Seite bei den Treffern nicht nur die Box an sich an, sondern auch die entsprechenden Bücher dazu. Und da bei einer Bibliothekarin wenns um Bücher geht kein Marketingtrick zu billig ist, fand ich mich plötzlich Bentozubereitungsbücher lesend wieder, die "Blick-ins-Buch"-Funktion machts möglich. Meine Begeisterung stieg noch, als ich von einer regelrechten Bento-Bloggersubkultur las. 
Dann betrat ich sie (virtuell versteht sich), die Welt der Bentoblogs, in der Mütter ihren Kindern "Hello-Kitty" aus Wurst in die Box zaubern und Frauen ihren Ehemännern aus essbaren Buchstaben Liebesbriefe auf den Reis legen. Und ich war sprachlos, erschrocken und müde zugleich und habe deshalb den Laptop geschlossen aus Angst, in den unendlichen Weiten einer kleinen Mittagessensdose verloren zu gehen. 
Dennoch will ich Euch diese Wunderwelten unter keinen Umständen vorenthalten und habe hier mal ein paar zum Schnuppern (aber Achtung, vorher bitte etwas essen!):
Die Wurst-Hello-Kitty gibts in diesem Blog.
Ein klein bisschen weniger überkandidelt ist Happy Little Bento.
Ganz krass ist auch der Blog einer  Dame aus Jakarta, die scheinbar aus Essbarem absolut alles machen kann.

Na dann: 
Itadakimasu!! 
(Guten Appetit!!)

Mittwoch, 9. Februar 2011

Und die Wörter des Tages gehen an...

... ja Wörter, nicht nur Wort, ich konnte mich zwischen diesen beiden einfach nicht entscheiden:

1. Scheingallizismus


Man spricht bei einem Wort von einem Scheingallizismus,  wenn es französisch ausgesprochen wird, jedoch keine französische Herkunft hat.
Beispiel: Meringe / Meringue oder Friseur

Analog dazu gibts auch Scheinanglizismen, das bekannteste Beispiel ist da wohl das Handy.

2. qualifizierte Vergewaltigung

Da finde ich ja, das schlägt dem Fass so ein bisschen den Boden aus. Bei dem Ausdruck frage ich mich unwillkürlich, obs da wohl ein Diplom für gibt? Und heisst das dann sie ist besser / netter / harmloser, oder eben gerade nicht?
Nun, meine lieben Leser und Innen, falls ihr so wie ich bis vor einigen Stunden, in dieser Hinsicht im dunkeln tappt, so folgt hier die Auflösung:

Der Begriff erklärt, dass
"zu der „normalen“ Vergewaltigung mit einer Straferwartung von zwei bis drei Jahren noch Qualifizierungsmerkmale hinzukommen. Beispielsweise die Bedrohung mit einer Waffe oder nachhaltige und manifeste Körperverletzungen. In diesem Fall liegt die Straferwartung höher, und zwar bei mehr als vier Jahren."
Quelle:http://www.superillu.de/leute/Kachelmann_weiter_in_U-Haft_1659301.html 


Wie ihr der Quelle entnehmen könnt, ist der Wettefrosch, Herr J.K. so qualifiziert in allen Bereichen, dass es zu einer Anklage für eine ebensolche Vergewaltigung gereicht hat. Und das, obwohl er nicht mal gelernter Meteorologe ist!