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Dienstag, 24. Juli 2012

Einmachparade in Schwarz-Orange-Schwarz

Der geneigte Blogleser wird sich schon gewundert haben. Nanu, wird er sich gedacht haben, da ist es schon Ende Juli und noch immer hat Marmeladenherz keine Marmelade fabriziert? Sie wird doch nicht aufgrund des Mutterseins das Marmeladekochen aufgegeben haben? 
Nein lieber Blogleser, das habe ich natürlich nicht. Wenns zum Mobile-Basteln, Kerzengießen und Lesen reicht, dann liegt Marmeladekochen immer drin! 
Aber ich muss ehrlich sein, das durchwachsene Wetter war meinem hohen Anspruch an Einkochfrüchte heuer einfach nicht zuträglich!
Die Erdbeersaison ist irgendwie fast spurlos an mir vorbeigezischt, ich habe gerade einmal Erdbeeren gehabt, die ein wenig gut geschmeckt haben und dies auch nur deshalb, weil ich die feinen, teuren Maras de Bois gekauft habe. (Ich werde von diesem tollen Rezept um die Maras de Bois in einem anderen Post berichten...leckerschmecker sag ich nur!)
Dann war da die Ernüchterung mit den gelben Himbeeren, die grau wurden... siehe Post hier.
Ich muss sagen das alles hat mir schon ein wenig die Lust genommen. 
Dennoch bin ich losmarschiert und habe aus den ersten, zugegeben noch recht sauren Brombeeren 3 Gläser Brommbeermarmelade gemacht. 



Und am Wochenende bin ich über verbilligte Aprikosen gestolpert (verbilligtes Obst ist immer ein gutes Zeichen, nämlich dass es gerade Hauptsaison ist und damit das Angebot riesig ist und das Zeug weg muss...gute Vorraussetzungen also!). Aber nicht irgendwelche Aprikosen, sondern Walliser! Was dem Österreicher seine Wachauer Marille, das ist dem Schweizer seine Walliser Aprikose. Und deshalb hab ich mich nicht lang mit irgendwelchen Mischungen aufgehalten, sondern einfach 9 Gläser pure Walliser Marille gemacht. Ich war kurz versucht, schwarze Johannisbeeren mit rein zu mischen, habs dann aber gelassen.

Ich habe sowieso festgestellt, dass ich mehr der Marmeladenpurist bin. Wenn ich die Wahl habe sehe ich ab von irgendwelchen Mischungen und lasse jede Frucht gern für sich wirken. 
Aus besagten Schwarzen Johannisbeeren habe ich dann letztlich noch einen kleinen, feinen Schwarze-Johannisbeer-Zitronengras-Sirup gekocht. Mit ein wenig Limettensaft schmeckt der wie ein angesagter Cocktail aus der Cocktailbar, sehr sehr lecker und erfrischend! Zum Rezept: 
500g Schwarze Johannisbeeren leicht zerdrückt mit 
3 Stängeln frischem Zitronengras (in feine Streifen geschnitten)  und 
300 ml Wasser aufkochen, dann einige Zeit zugedeckt auskühlen & ziehen lassen.
300g Zucker dazugeben, nochmal sprudelnd aufkochen, bei der Gelegenheit die letzten ungeplatzten Johannisbeeren zerdrücken. Den Sud abseihen und Sirup ratz-fatz in Fläschchen füllen. 
Mit war der Zitronengrasgeschmack zu wenig, würde beim nächsten Mal mehr verwenden.




Ich kann noch nicht sagen, ob das alles war für diesen Sommer, das kommt ja häufig spontan über mich...wir werden es sehen!

Montag, 23. Juli 2012

Weiße Himbeermarmelade: Vielleicht nicht ...

Heute etwas zu "Wieder was gelernt"... Ich weiss jetzt, weshalb es keine Weiße Himbeermarmelade gibt. Ich habe mich schon gewundert.
Ich habe es nämlich getan: Ich bin noch einmal zum Selberpflückbauern und habe mit der Unterstützung des weltbesten Ehemanns ca. 500g gelbe Himbeeren gepflückt. Noch am selben Abend habe ich sie eingekocht. Soweit so gut. Total witzig: Riecht wie Himbeeren, schmeckt wie Himbeeren, ist aber weiss.
Nach dem Abfüllen war zunächst alles gut. Mittlerweile aber hat sich der der Luft am nächsten liegende Teil in ein hässliches Grau verfärbt. Ich habe ein Glas geöffnet und sobald die süße Verführung an die Luft gelangt ist, ist sie komplett gräulich geworden! Trotzdem schmeckt sie noch genauso wie Himbeermarmelade! Man braucht aber schon sehr viel Überwindung, um sie aufs Brot zu schmieren und dann erst recht, um hineinzubeißen! 
Der gräuliche Ansatz...
Ich muss jetzt also schauen, wie ich meine drei Gläser verbrauche, evtl. kann ichs zum aromatisieren benutzen, als Füllung für Kuchen oder in eine Glasur, oder es gibt nur noch zusammengeklappte Himbeerbrötchen, dann sieht man die Farbe auch nicht.


So, jetzt wissen wir es also: Weiße Himbeermarmelade Pur: Sehr gut, aber nix schön. 

Sonntag, 24. Juli 2011

Küchenzaubereien im Glas und in der Pfanne

All diejenigen die befürchtet haben, ich wäre im Pinterest-Universum verloren gegangen und dieser Blog würde demnächst wegen Inaktivität eingestellt seien hiermit beruhigt: Alles wird gut! Und Pinterest entpuppt sich als ein weiterer großartiger Fundus von schönen und leckeren Ideen und Inspirationen. Aber entscheidet selbst.
Heute habe ich gleich zwei Dinge ausprobiert, die ich dort gefunden habe. Zum einen eine nette kleine Frühstücksidee, das andere war genau richtig für ein leichtes Mittagessen. Beide Rezepte haben die Verwendung von Frühstücksspeck gemein. Da es den bei uns sonst nie gibt haben wir jetzt einfach einmal Speck satt gehabt.
Die Frühstücksidee bestand aus Frühstücksspeck, mit dem ein Muffinförmchen ausgelegt und dann einfach ein Ei hineingeschlagen wird. Im Backofen wird daraus ruck-zuck ein leckeres Eier-Speck- ja was? - Törtchen?! Dank des Fettes vom Speck lassen sie sich nach dem Backen sehr gut aus der Form lösen. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch eine schöne Idee ist, wenn man mal Gäste zum Frühstück hat, schliesslich kann man je nach Muffinform bis zu 12 auf einmal machen und muss nicht lang am Herd stehen. Ich habe auch Rezepte gesehen, bei denen noch eine Scheibe Toast oder ein Toastie hineingelegt wurde, ich denke das kann man je nach persönlicher Vorliebe machen. Lecker isses so oder so. 
Speck mit Ei aus der Muffinform
Das Mittagesse bestand aus Grilled Cheese, im Grunde einem Käsebrot, das von beiden Seiten in der Pfanne geröstet wird, bis der Käse geschmolzen ist. Soweit das Grundrezept. Eine deluxe-Variation davon ist mit dem bereits erwähnten Speck (diesesmal aber gebraten, bevor er ins Brot kommt) und Avocadoscheiben. Im Originalrezept sollten noch Apfelscheiben rein, die aufgrund Apfelmangels eben wegblieben. Ich habe Grahambrotscheiben genommen, weil ich dachte dunkles Brot wäre besser und das wird so schön knusprig, dazu einen tollen Weichkäse und man-war das gut!! Besonders die Kombi mit der Avocado war spitze, die verwendete hatte aber gerade die richtige Konsistenz. Ich kann mir allerdings die Apfelscheiben darin auch sehr gut vorstellen.
Grilled Cheese mit Speck und Avocado
Die letzte Woche habe ich aber nicht nur bei Pinterest nach Sonntagsspeckrezepten gesucht, es wurden auch wieder Gläser gefüllt!! Letztes Wochenende sind wir mal wieder in Österreich gewesen und nicht nur einen Baum haben wir während unseres Aufenthaltes gefällt (also iiiich habe fällen lassen, ähem...) sondern allerlei leckere Früchte habe ich wieder zurück in die Schweiz gebracht. 
Zum einen Aprikosen, eine kleine, eher säuerlich schmeckende Sorte. Diese wurden ganz schnöde und ohne viel Trara zu Marmelade (und es ist mir einfach die liebste Marmelade, egal wie lecker die anderen alle sind!) und zum anderen Äpfel, vom Sohn unserer Freunde höchstpersönlich mit Elan vom Baum geschüttelt. Leider weiss ich den Namen der Sorte nicht, aber es sind klassische Einkochäpfel, nicht besonders groß, eher säuerlich mit einer sehr blassen Schale und recht druckempfindlich. 
Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich Kompott oder Mus herstellen möchte habe ich einfach beides gemacht - ich hab ja Zeit! Allerdings wurden die Äpfel so schnell weich, dass im Endeffekt das Kompott nur unwesentlich anders aussieht als das Apfelmus. Abgesehen von all den leckeren Dingen, die ich dem Kompott noch beigemischt habe, wie Nelken, Zimtstangen und -das Beste- Rumrosinen, jahaa!! Rumrosinen, das habe ich von meiner Mama gelernt, kriegt man am besten hin indem man die Rosinen in einem Sieb richtig heiss abbraust und dann in ein wenig Rum -für mich kommt nur Stroh-Rum in Frage, was sonst?!- einlegt. Die Früchtchen sind dann auch ganz fix beschwipst!
Apfelmus
Apfelkompott mit (hellen) Rumrosinen

Mittwoch, 13. Juli 2011

1-2-3 im Sauseschritt: Aus 3 kg Beeren werden....

ja was? macht man denn aus kiloweise frischen, reifen Beeren, auf die die Fruchtfliegen nur so zu warten scheinen??

Eins ist ja klar bei Frau Marmeladenherz: Marmelade!
Um genauer zu sein hab ichs mal mit "quasi-Gelee" probiert, sowohl bei der Brom- wie auch bei der Johannisbeere. 
5 Gläser Quasi-Johannisbeergelee und 4 Gläser Quasi-Brombeergelee sind es also geworden.


(Es gab nur so wenig Gläser, da ich fast nur noch große habe, die kleinen gingen alle für die Erdbeermarmelade drauf.)
"Und wieso eigentlich Quasi-Gelee?", wird sich der geneigte, mitdenkende Blogleser jetzt fragen.
Quasi deshalb, weil ich faul war und das gerne zugebe. Ich habe nicht jeden letzten Kern rausgekriegt, weil ich die Fruchtmasse "nur" durch ein Sieb gestrichen und nicht durch ein Tuch gedrückt habe. Ging dafür aber ganz fix! In weniger als einer Stunde waren beide Fruchtsorten verarbeitet (dies wohlgemerkt mit der Unterstützung des weltbesten Ehemannes!).


Die hübschen Etiketten von Maid & Held habe ich übrigens in Trier im netten Laden Einzigart - Lieblingsstücke erstanden (es gibt sie allerdings auch hier bei Dawanda). In einer Packung gibts die Aufschriften Vortrefflich! - Leckerbissen! - Köstlichkeit! und Hochgenuss!

Dann habe ich mich noch an einem Rezept aus der neuesten Schrot und Korn versucht: Kleiner Johannisbeer-Crumble. Ist ratz-fatz  gemacht (10 Min. + backen) und da ich es tatsächlich in Gläschen gemacht habe, konnte sich der weltbeste Ehemann heute eins in seine Lunchbox packen. Bei der Zubereitung muss man nur an eines denken: Die Johannisbeeren verlieren beim Erhitzen viel Volumen. Meine zu gut 2/3 gefüllten Gläschen wirkten nachher etwas leer... Also die Gläschen immer schön mit Beeren auffüllen! Deshalb seht ihr hier original Rezeptbild und kein Foto von meinem Endergebnis, das wirkt trotz guten Geschmacks etwas trostlos. Das Rezept gibts hier.
Kleiner Johannisbeer Crumble, Schrot & Korn 7/2011
Und last but not least musste auch ein saftig-sauer-süßer Johannisbeerkuchen her, für mich natürlich am liebsten mit Baiser. Bei Lecker.de gibts momentan eine tolle Auswahl an Johannisbeerkuchen, dort hab ich mich dann mal umgeschaut und nach langem überlegen für den Kiekeberg: Johannisbeerkuchen entschieden (die Alternative wäre Mohn-Johannisbeerkuchen gewesen, aber mein Supermarkt um die Ecke hatte keinen Mohn...). 

Kiekeberg: Johannisbeerkuchen
Ich hab allerdings (bis auf die Früchte) eine kleinere Menge gemacht, schliesslich sind wir nur zu zweit, da braucht es nicht ein ganzes Blech voll Kuchen. Auch da muss ich sagen: Wirklich köstlich und gar einfach. Einfach beschrieben sind die Rezepte bei Lecker.de, wenn auf dieser Seite nur nicht so unglaublich viel Werbung erscheinen würde (und ich hab in meinem Browser bereits den Pop-Up-Blocker aktiviert!) könnte ich sie unumwunden weiterempfehlen!

Seit heute Nacht regnet es jetzt und das soll auch nach Auskunft des Wetterfrosches bis zum Wochenende so bleiben. Da bin ich ja sehr froh, dass ich meinen Ausflug ins Beerenfeld gestern genau zum Richtigen Zeitpunkt angesetzt habe und mich jetzt mit Kaffee und Kuchen entspannt an den Küchentisch setzen kann um dem Geplantsche vor meinem Fenster zuzusehen...

Mittwoch, 8. Juni 2011

Im Früchte-Olymp

Ich wollte noch von meinem Ausflug aufs Erdbeerfeld berichten, denn das war wirklich einmalig. Kinder, sowas habt ihr noch nicht gesehen: Kinderfaustgroße, himmlisch reife und leuchtend dunkelrote Erdbeeren gabs da, soweit das Auge reichte!! Meine große Metallschüssel vom Schweden war in weniger als 30 Minuten voll (normalerweise dauert es 40-45 Minuten für diese Menge) und das bei einem 2:1 Verhältnis, also 2 in den Mund, 1 in die Schüssel. Es war... hach, wie im Himmel, im Paradies!

Da mein liebster Ehemann mit der Kamera auf Tour war, musste die Laptopcam für Beweisfotos der fruchtigen Herrlichkeit herhalten.



Natürlich wurde daraufhin eingekocht, da lass ich mich ja nicht zweimal bitten bei solch duftenden Wunderbeeren. Ganz klassisch Erdbeermarmelade im Verhältnis 3:1. Und da ich gerade dabei war, hab ich die ersten schweizer Kirschen der Saison zusammen mit einer Handvoll Aprikosen (ich erinnere an die kürzlich lancierte Obstoffensive) in einem Kuchen versenkt. Auch dieser: lecker, lecker, lecker!

Das leckere Gesamtergebnis eines Sonntagnachmittags
Da natürlich mehr Erdbeeren als Gläser zur Verfügung standen, gabt einfach 2 Tage lang noch Erdbeeren zum Frühstück, Erdbeeren zum Abendessen, Erdbeern zu Frühstück... Es könnte wirklich Schlimmeres im Leben geben, oder?!  

Erdbeer-Dessert: Mit Vanillecreme und Meringue (Baiser)

Samstag, 26. März 2011

Flip-Flop-Marmeladen-Saisoneröffnung und andere Erfolgserlebnisse

Meine zehenzeigenden Damen und Herren, es ist soweit!



Ich habe heute die Flip-Flop-Saison eröffnet. Mir gehts im Moment nicht so brilliant wie auch schon und als ich heute morgen zu für einen Samstag recht unchristilicher Zeit aufwachte und die Sonne lachte habe ich mir meinen Lieblingsehemann geschnappt und bin auf einen Morgenteespaziergang zum See. Und dabei habe ich für das Jahr 2011 die Flip-Flop-Saison eingeläutet. Es wurde ja auch wirklich Zeit!! Schliesslich hatten wir jetzt die ganze Woche Temperaturen jenseits der 15 Grad und das reicht ja locker fürs flippen und floppen! (Heute morgen waren es allerdings nur die Hälfte von 15 Grad...) 
Auch sonst war es sehr interessant zu sehen, was für Menschen sich zu solch früher Stund schon am und auf dem See tummeln. Vom Fischer über Ruderer, Jogger bis hin zum einsamen (im Anzug kommenden) Schwäne- & Entenfütterer war alles dabei. Ich bin immer wieder fasziniert, was mir als Langschläfer in den Morgenstunden so alles entgeht...

See am Morgen
 Dann habe ich noch einen weiteren Erfolg zu vermelden, ich habe es endlich geschafft die Husse für das Kopfteil meines Bettes zu nähen! Den Stoff  hatte ich ja bereits vorgestellt, hier jetzt das Bild des fertigen Produkts:


Schöööööön, oda?? Wie dazu gemacht. Ich bin stolz wie Bolle, auch wenn es jetzt rein handarbeitlich sicherlich keine Riesensache war. Aber mein Terrain ist eben sonst mehr die Küche als das Nähkästchen.
Apropos Küche. Neben der Flip-Flop-Saison habe ich diese Woche auch bereits die diesjährige Marmeladensaison eröffnet! Es war mal wieder mehr so ein Zufallsprodukt, nachdem ich am Dienstag Abend kurz vor Ladenschluss noch schnell fürs Abendessen einkaufen ging und mir diese Himbeeren zum halben Preis (weil matschig und reif ohne schimmlig zu sein) mit den Worten anschmachteten "Nimm uns mit und verhelfe uns zu Ruhm!" (Oder so ähnlich, mein "beerisch" ist über den Winter etwas eingerostet.) Dazu habe ich dann kurzerhand noch TK-Heidelbeeren genommen und daraus Himm(el)- & Heide(l)beer gezaubert. Eine schöne Kombi! Mit 3:1 wurde das ne ganz fruchtige Sache. Habe es allerdings in meiner Faulheit nicht passiert, man muss halt  auf ein paar Kernchen beißen. 
Man kann eben nicht alles haben. 
Aber das immerhin wieder in Flip-Flops!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

15. Dezember. Der Grinch liebt ACE-Gelee

Heute morgen bin ich mal wieder über einen meiner allerliebsten Weihnachts(anti)helden gestolpert, den man in Europa fast gar nicht kennt: Den Grinch. Er stammt aus der Feder des absolut genialen, begnadeten Autors und Zeichners Dr. Seuss, ist grün, haarig und übelgelaunt (das wäre ich auch wenn ich grün und haarig wäre) und möchte Weihnachten stehlen, weil da alle immer so schön feiern. Er klaut also mithilfe seines als Rentier verkleideten Hundes alle Geschenke, als er dann aber sieht, dass die Menschen (in diesem Fall die WHOs aus WHOville) trotzdem feiern erkennt er den wahren Wert von Weihnachten, gibt die Geschenke zurück und stürzt sich gleich selbst mit in die Party. Quasi die Dickens'sche Weihnachtsgeschichte in grün.

Darf ich vorstellen, der Grinch.
Natürlich ist das Buch von 1957 das Original und der Klassiker. 1966 wurde ein Zeichentrickfilm daraus  gemacht, der seitdem Jahr für Jahr, unserem "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gleich, an Weihnachten im Fernsehn kommt. 2000 dann gab es eine Realverfilmung mit dem phantastischen Jim Carrey in der Hauptrolle als Grinch. Jedes dieser drei Werke sei hier wärmstens empfohlen!

Jim Carrey is der Grinch!
Apropos warm. Ich habe, um mich in dieser kalten Wohnung aufzuwärmen, heute abend mal wieder den Marmeladenlöffel geschwungen um was sehr Winterliches, Leckeres und auch noch schön Anzuschauendes zu fabrizieren: ACE-Gelee. Auch diesesmal nach einem Rezept von einem gewissen Dr. Ö. Totaaal simpel, man muss nicht mal Obst vorbereiten (ausser ein paar Orangen und Zitronen halbieren). Ist also wirklich super. Ich habe mir die Freiheit genommen, in einige Gläser noch geröstete Mandeln als kleinen Knuspereffekt beizufügen. Das Ganze schmeckt total fruchtig, lecker (nicht zu süss dank 3:1) und sieht auch dank des Möhrensaftes vor allem noch richtig knallig und vitaminig aus.
ACE-Gelee links ohne, rechts mit gerösteten Mandeln.

Mittwoch, 24. November 2010

"Ein Exotischer Winter"

Ein exotischer Winter im Glas
So der Titel meiner neuesten Marmeladenkreation. Muss ja was hermachen, der Name *grins*.
Hab sie schon letzte Woche gemacht, bin aber nicht zu 100% zufrieden mit meinem Werk. Ach so, ja, hinter dem schicken Namen verbirgt sich Khaki-Orange-Ananas-Marmelade. Aber irgendwie hab ich die Verhältnisse ein wenig falsch gehabt, bzw. die Ananas war höchst aromatisch während die Persimon zwar ne ganz nette Basis gibt, aber wenig Eigengeschmack hatten. Kurz und gut, es ist mir ein wenig zuuuu ananaslastig, das Ganze. Ich glaube, es schmeckt gut, nur dass ich mir eben was anderes vorgestellt hatte. Toll sind die Orangenfilets, die zwar ein wenig auseinandergefallen sind, doch hat man immer mal wieder ein Orangenstückchen, dass einem auf der Zunge zergeht...
Ich habe heute Abend aber schon wieder mit meiner Tante in Tunesien per Skype neue Kombis gebrainstormt. Da kommt noch einiges in nächster Zeit, die Vorfreude und Spannung auf die neuesten Kreationen und Kombinationen ist riesig!

Und dann habe ich es heute endlich geschafft, ein Foto von dem Blumenladen bei mir gegenüber zu machen. Eigentlich ist Blumenladen ein viel zu profaner Begriff für das, was sich hinter "Typha" verbirgt. "Blumenboutique" wäre sicher angebrachter. Sie haben immer wahnsinnig schöne und aufwendige Dekos und man sieht eigentlich recht wenig Blumen. Ein wenig in die shabby-Richtung gehen sie schon auch. Aber ich war mal dort, um etwas zu kaufen und habe wirklich was Tolles und Aussergewöhnliches gefunden. Jetzt gehts aber um ihre besondere Weihnachtsdeko, ich freu mich jedes Mal, wenn ich an dem Holzstapel vorbeilaufe.  Hat auch ein wenig was von Hüttenromantik, so mitten in der Stadt... Am Anfang hatte ich gedacht, dass sie innen am Fenster einen Spiegel angebracht haben, aber die Holztheke geht "durch" das Schaufenster in den Laden hinein! Großes Kompliment dem Typha-Team!!

Schwer zu sehen, aber unter der Decke schweben Engelsflügel!

Sonntag, 26. September 2010

Wochenend, kein Sonnenschein...

... und dann mit dem lieben Mann daheim. Lalalaaaaa..... Tja, daraus wurde dann ein ganz nettes und produktives Wochenende!

Zunächst haben wir beim Spieleabend von unseren super Nachbarn, den K's, hausgemachten Sirup aus im Garten gesammelten Kräutern geschenkt bekommen. Das Mittelkind, seit nunmehr 6 Wochen stolzes Schulkind, hat der Mama bei der Flaschenbeschriftung geholfen- großartig, wie ich finde.
Kroitersirup, à la K.K., 2. Aufguss
Der süße Rest...
Gestern haben wir dann schonmal auf die zwei nächsten Feiertage vorgearbeitet: Halloween und Weihnachten. (Boah sind wir Streber...): Zuerst hab ich 5 leckerste Gläser "Seeländer Weihnachtszwetschge" aus ganz kleinen, reifen Zwetschgen gekocht. Mann mann mann, war das ein Gemansche beim Entkernen... Aber lecker, sehr fruchtig. Manchmal ist meinem Empfinden nach "Weihnachtsgewürz" wie eine Betondecke, die dem gewürzten Produkt jeglichen Eigengeschmack abspricht, das zu verhindern ist mir aber durch das eigenhändige Mischen der Gewürze ganz gut gelungen.Den Rest der Zwetschge, die nicht mehr in ein ganzes Glas gepasst hat, hab ich in eines unserer adretten Gläschen (oder manchmal auch Vase) gefüllt und mit den Zimtstangen dekoriert und so beim heutigen Weisswurschtessen unseren lieben Nachbarn als "Kroitersirup-Revanche" übergeben. Hübsch, oder?

Muffins, dahinter das Rezept aus einem der
schönsten (Rezept)Bücher die ich kenne!
Für Halloween gabs schonmal probeweise "Halloween-Muffins", mit Kürbis, Aprikose und Mandeln. Sind äusserst lecker geworden und können bedekenlos in vier Wochen erneut serviert werden. Dann auch mit dem Namen. Heute wurden sie als Kürbis-Aprikosen-Muffins feilgeboten, fanden aber auch unter dieser Bezeichnung viele begeisterte Esser.

Sonntag, 12. September 2010

Spätsommeraktivität

Ich verspüre den Drang zum Horten von Vorräten für den Winter, vielleicht sind das die Auswirkungen der kalten Winter auf mein Unterbewußtsein?

Nachdem ich die letzten Stunden in Wien überlebt habe, bin ich wieder gut zurückgekehrt. Erstmal noch in Wien Entdecktes: Eine Tasche der Firma "Zirkeltraining", gesehen im MQ-Shop. Zunächst war ich sehr angetan von der Patina und der Weichheit des Leders (bei einer vermeindlich neuen Tasche), welche mir auch irgendwie bekannt vorkam. Und dann las ich es: Die Firma Zirkeltraining fertigt Taschen aus dem Leder ausgedienter Sportgeräte und Turnmatten!!

Sofort waren sie wieder da, die vertrauten Gerüche nach Schulturnhalle und Umkleidekabinen, Erinnerungen an Sprünge über Kästen und Handstandüberschlag mit Trampolin! Senstationelle Idee, die der Herr Bernd Dörr da hatte. Gekauft hab ich dann aber keine Tasche, weil -da Design- ziemlich teuer, ausserdem brauch ich gerade keine solche. Trotzdem ne coole Sache, wie ich finde.

Ein Sängerknabe kommt selten allein
Und was mich dann auch noch sehr gethrillt hat, war die Begegnung mit zwei Wiener Sängerknaben, die vor mir durch die Freyung-Passage hüpften. Ich habe das Foto später einigen (einheimischen) Bekannten gezeigt und die waren ganz neidisch, da sie noch nie "freilaufende" SK gesehen haben. Ha! Der Mensch kann ja auch mal Glück und im richtigen Moment ne Kamera zur Hand haben!


Nach meiner Rückkehr hat mich die Bestellung der Büchergilde Gutenberg bereits erwartet. (Vorteil in der Schweiz: Keine obligatorischen Quartalsbestellungen, seeehr angenehm!) Nebst Geschenken für andere -darunter, jahaa, mein erstes Weihnachtsgeschenk 2010!- hab ich einen Neuzugang für meine wachsende Sammlung an Memory-Spielen. Es ist dies das erste Mal, dass ich ausspreche: Ich sammle Memorys und ich bin stolz darauf!
Angefangen mit einem klassischen Ravensburger-Tierkindermemory, bin ich mittlerweile bei wirklich schönen und lustigen angelangt, die mehr vom Spieler fordern als das ewige "zweimal-das-gleiche-Bild-aufdecken".
Jenes neueste Exemplar widmet sich ganz entzückend Wortraritäten des Deutschen (da zeigt sie sich wieder, die Germanistin in mir...) und illustriert diese. Es gehören also immer eine Bild- und eine Wortkarte zusammen. Eines meiner Lieblingspärchen ist definitiv die Wuchtbrumme. Die Illustration zum Wort überlasse ich der Phantasie des Lesers... :-) Ebensolche Hightlights: Das Nasenfahrrad, die Hechtsuppe oder die Knutschkugel. Gelernt hab ich auch was! Weiss sonst noch jemand, was eine Krawallbrause ist? (Eigentlich ganz einfache Erklärung.) Abgesehen davon, dass die Illustrationen ganz reizend sind, kommt die ganze Verpackung sehr schön daher, ich war sehr angetan. Mein erstes Non-Book von Gutenberg hat sich also schon gelohnt, wie ich finde.


Zu guter letzt war ich auch in Sachen "Küche" nicht untätig: Zur gar köstlichen Marmelade von letzter Woche (die sogar meinem lieben Mann schmeckt und das heisst was, denn der "mag nix Süßes aufs Brot") gesellt sich der "Dialog von Mirabellen und weissen Trauben". Klingt sehr posh, ist aber down-to-earth lecker, wenn auch süßer als die Aprikosen-Pflaumen. Und das, obwohl gefühlte Unmengen Zitronensaft und nur 3:1-Zucker verwendet worden ist. Farbe ist ein wenig blass, dafür schöne Fruchtstückchen drinnen.

Momentan kühlt in der Küche noch die neue Charge "Salatknusper" aus, wir hatten schon lange keine mehr, auch die Büro-Ration meines lieben Mannes war aufgebraucht und so hab ich mich mal wieder dran gemacht. Offensichtlich hab ich lange keins mehr gemacht, denn die Pininenkerne (und dann sogar noch Bio!!) waren schon voll Maden.... so ein Mist! Naja, mussten halt alle anderen Sachen und ein Prischen (gibts das überhaupt, die kleine Prise? Das ist dann eigentlich schon nix mehr...) Salz herhalten. Ist sicher trotzdem fein...

Montag, 6. September 2010

Highlightmarathon...

Neuenburger See mit Kühen...
... also momentan jagt ungelogen ein Highlight das nächste! Zunächst wurde ich mit meinem lieben Mann am Samstag Abend bei unseren lieben Freunden M&J in ihr absolut entzückendes Ferienhäuschen eingeladen worden, wo wir ohne Strom aber mit einem atemberaubenden Ausblick einen wild-romantischen Urschweizer Abend verbracht haben...

Aprikose & Rote Pflaume
mit Vanille-Zimmmhh(t)
Dann hab ich am Sonntag Mittag (eine Stunde vor der Abfahrt zum Flughafen, dazu komm ich gleich) ENDLICH meiner inneren Unruhe nachgeben können und hab Marmelade gekocht! Juchuuuu und zwar endlich mal wieder einfach so zum Spaß und nicht, weil uns noch immer ein paar Gläser für die Hochzeit gefehlt haben. Es war ein Experiment und das Ergebnis, ich muss schon sagen, ich muss mich selbst loben: YUMMMMMMMYYY!! Ich frage mich, wieso ich überhaupt noch anders einkoche als mit 3:1, es ist einfach das allerbeste. Wie im Bild (vielleicht) ersichtlich, gabs Aprikose mit roter Pflaume und Vanille-Zimt. Vanille-Zimt nur sehr subtil und die Säure, die diese Aprikosen nun eben schon hatten (es waren französische, aber um die Jahreszeit war ich froh, überhaupt noch welche zu finden...) verbindet sich wunderprächtig mit dem etwas Herben der roten Pflaumen (abgesehn davon gibts auch ne total ansprechende Farbe). Mann Mann Mann, die is sowas von lecker geworden!


Start
End
Ja und danach bin ich mit den heissen Marme-ladengläsern im Gepäck in ZRH in den Flieger gehüpft und nu bin ich mal eben ein paar Tage in Wien und habe heute mit der besten Wiener Freundin einen richtig tollen Sonnentag verlebt, der mit einem opulenten Freiraum-Frühstück begann, einen Besuch beim MANNER-Werksverkauf beinhaltete (mit dem Highlight: der begeisterten Sichtung eines MANNER-MINI), mit Wein im MQ fortgesetzt wurde und mit Cocktails mit dem aller-allerliebsten Steirerbuam endete.

Mannamanna - ähhh, Mannermini!
Sonne im MQ