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Donnerstag, 27. Februar 2014

Auf der Suche nach Irgendwo

Es ist schon über 2 Monate her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Seitdem ist viel passiert: Weihnachten kam (und ging), das neue Jahr hat begonnen und gerade heute klauen sich die Jecken landauf, landab, die Pappnasen. 

Auch in Marmeladenherzenhausen ist die Zeit nicht stehengeblieben. Und obwohl es wahnsinnig viel zu berichten gäbe und auch viel zu zeigen, so ist es mir immer weniger wichtig vor; was ich gemacht und getan, gebacken und gekauft habe. Es kommt mir alles so banal vor und -seien wir mal ehrlich- das ist es auch. 

In unserem Leben wird es wichtige Veränderungen geben und die Gedanken daran finde ich momentan größer und wichtiger, als das neueste Müslirezept und die vielen vielen phänomenalen Kochbücher, die ich derzeit wöchentlich aus meiner neuen Superbibliothek mit nach Hause schleppe:
Wir möchten bald der Schweiz den Rücken kehren. Ein Land, in dem wir uns irgendwie nie wirklich zuhause gefühlt haben, indem wir nie wirklich willkommen waren. Welches die  Bezeichnung "Heimat" nicht verdient hat. In dem wir häufig  mehr geduldet und ertragen wurden, da wir schliesslich einem anderen (Schweizer) den Arbeitsplatz weggenommen haben. Diese Erfahrungen sind nicht repräsentativ, sie sind persönlich, aber so ist es auch dieser Blog. 
Fakt ist: Wir wollen weg. Nicht sofort, nicht überstürzt und hastig, aber mittelfristig, in absehbarer Zeit. Was die Zukunft uns bringen wird, wir wissen es momentan nicht.  Die Welt ist unsere Auster und nun suchen wir die Perle. Irgendwo zwischen dem Nordkap und dem Kap der Guten Hoffnung, zwischen der Golden Gate Bridge und der Rialtobrücke liegt .... ja was, unser Glück? Zumindest mal unsere "gute Hoffnung" auf eine freundlichere Zukunft. Die Welt scheint uns dieser Tage offen zu stehen, allerdings wachsen mit den Möglichkeiten auch die Unsicherheiten. Klar habe ich Zweifel- aber wer hat die nicht, wenn es um das Unbekannte geht? Ich schwanke zwischen Hoffnung und Furcht fühlen, zwischen Abwarten und Loslaufen wollen. 

Aber was bin ich gespannt auf das, was da draußen auf uns wartet! So viele Szenarien sind mir schon durch den Kopf geflimmert und alle haben ihren Reiz. Ausgeschlossen, dass es einfach wird. Es wird schwer und anstrengend, wir werden wieder zunächst Fremde sein, Kontakte knüpfen müssen und von vorn beginnen. Dennoch: Es kribbelt wieder. Die Energie kommt zurück. Das Vagabundenkind in mir, es beginnt wieder in den Himmel zu blinzeln, sich den Staub von der Schultern zu klopfen und die in der Enge der Eidgenossen steif gewordenen Glieder wieder zu strecken. Und in seinem Mundwinkel dieses kleine Lächeln, welches nichts als Vorfreude bedeuten kann. 




Sonntag, 1. September 2013

Monatsrückblick August 2013


Gelesen: Ruhm von Daniel Kehlmann und froh, es endlich gelesen zu haben! Wenn auch noch nicht ganz verarbeitet...

Daniel Kehlmann - Ruhm
Gesungen: Happy Birthday für meinen Vater letzte Woche
Gehört: Wie mein Kind immer mehr und besser spricht
Gesehen: The Help - was für ein toller Film!!! Ich bin immernoch ganz weg...
Getrunken: Martini D'Oro - mmmhhhh!!!
Gegessen: Ich habe endlich an meinem derzeitigen Wohnort einen guten, nein sogar sehr guten Currykoch gefunden! Das gelbe Gemüsecurry ist zum niederknien!!!
Gekocht: Mirabellenmarmelade! Von selbstgepfückten Mirabellen.
Gebacken: Zucchinibrot (siehe diesen Post) und Mangold-Quiche mit getrockneten Tomaten und Pinienkernen, zweimal mmhhhh...
Gefreut: Dass ich eine neue Stelle gekriegt habe, dass mein Cousin gerade ständig im Kreis grinst und über die Zusage für die Waldspielgruppe (nicht für mich - is klar...)
Gelacht: Über so viele lustige Situationen mit dem besten Kind wo gibt!
Geärgert: Unnötig krank zu sein, und das in der zweiten Schulwoche... 
Gekauft: Ganz spontan gestern einen Schaukelstuhl, in dem es sich hervorragend Bilderbücher lesen lässt!
Gespielt: Ein Spiel aus alten Kindertagen: "Schnipp-Schnapp"
Getraut: Mal ein Wochenende lang in Vorarlberg zu sein und nichts zu tun...
Geklebt: Briefmarken auf Postkarten
Gefeiert: Den neuen Job und den Geburtstag meines Vaters.
Gefühlt: Dieses Kribbeln wenn man plötzlich realisiert, dass sich die Zukunft ganz aufregend verändert.
Geknippst: Kühe und Kinder, ich wohne schliesslich in der Schweiz...



Mehr Rückblicke gibt's hier bei Schäfchen!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Zu schnell



Also gerade wollte ich mich über schönen Bildern wie diesem noch einmal über die Schönheit des diesjährigen Herbstes ergötzen, (und auf die Tatsache aufmerksam machen, dass die Natur im Gegensatz zu mir ganz offensichtlich kein Problem damit hat, rosa und orange zu kombinieren) da endet dieser am Wochenende abrupt. Ein bisschen zu abrupt für meinen Geschmack. Denn ich habe mich die letzten Tage in Österreich aufgehalten und im Gegensatz zu meinem Schweizer Wohnort ist der Schnee da doch tatsächlich zum größten Teil liegen geblieben. Heute auf der Rückfahrt schien die Sonne dann so strahlend vom Himmel, dass tatsächlich Skiferienstimmung aufkam.


Ich erinnere: Aufnahmedatum: 30. Oktober 2012, 15 Uhr, Kanton St. Gallen/Schweiz. Wenn das jetzt bis in den März hinein so bleibt, dann haben wir hier wahrlich bald Kanadische Winterverhältnisse. Die tiefen Temperaturen hatten wir im letzten Winter schonmal zum Üben. 
Und morgen ist Halloween. Zum Glück ist es hier bei uns nicht ganz so winterlich geblieben, sonst hätte ich als Schneefrau gehen müssen. 

Zum Schluss noch eine Aufnahme von meinem geliebten Bodensee (immerhin noch mit grün-weisser Wiese im Vordergrund).

Sonntag, 8. Juli 2012

Warum bin ich so fröhlich...

... so fröhlich, so fröhlich? Ich fand Alfred J. Kwak ja nie so den Burner, aber das Lied ist schon spitzenmäßig!


Ich frage mich aber auch, weshalb ich eigentlich dieser Tage so fröhlich bin?

- Ob es daran liegt, dass ich nach einer sehr stressigen Zeit nun 6 Wochen Sommerferien habe?! Und diese mit ganz viel schöner Baby- & Freundezeit füllen werde?



- Oder daran, dass ich in letzter Zeit ständig nur schöne Blumen um mich herum habe?


Wunderbare Blumen...

... soweit das Auge...

... reicht!


- Oder weil ich gerade von einem langen Wochenende im Unterengadin wiedergekommen bin und es dort einfach so unsäglich, abgöttisch schön ist, dass man gar nicht schlecht gelaunt sein kann?

Der wunderschöne Hof Zuort in Sent/ Ramosch. (Bild von http://www.zuort.ch/)

- Möglicherweise ist es aber auch mein neues Fundstück aus dem Brocki: die wunderbare, Jumbo- Pünktchen-Tasse, erstanden für den Hammerpreis von 1,50 CHF, mit der Tee trinken trotz Hitze so viel Spaß macht?



- Oder weil mein Baby das erste Zähnchen bekommt und dabei nicht einmal geweint und gezetert hat?

- Vielleicht liegt es auch an den vielen Kinderliedern die wir ständig hören, so dass ich nur noch von Butzemännern, Kaffeekannen und Kängurus singen kann?!


Na egal, jedenfalls geht's mir gut, geht es uns gut und hoffentlich Euch auch!!

Montag, 23. April 2012

Eingeschlossen...

... zu sein, ist in den meisten Fällen ganz und gar negativ. Aber die in dieser wunderschönen Girlande aus handgeschöpftem Flachs-Papier eingeschlossenen kleinen Gänseblümchen präsentieren sich erst so richtig, wenn die Sonne durchs Papier scheint.



 Das hat Frau Müller richtig gut gemacht, ich freue mich jedesmal aufs neue, wenn die Sonnenstrahlen durch unser Schlafzimmerfenster brechen und die die Girlande vor sich hin tanzt! 


Nun mag der geneigte Blogleser vor sich hinmurmeln, Frau Marmeladenherz kaufe sich so 'nen staubfängerischen Mumpitz für teuer Geld, nur damit dann so'n paar plattgedrückte Blümchen dumm rumm hängen - au contraire mon chèr frère! Denn diese Girlande offenbarte nach ihrem Anbringen ganz unerwartet noch einen wunderbaren Zusatznutzen: Die eingeschlossen Blumen lenken ganz hervorragend von den - wenn auch gepuzten (!), dennoch trüben - Fenstern ab. 


Sonntag, 25. September 2011

Ein goldener Herbsttag in Antik

Heute waren wir im wunderschönen Städtchen Le Landeron, Neuchâtel und haben uns an diesem goldenen, warmen Herbstsonntag auf der sogenannten "Brocante", das ist quasi ein Antiquitätenmarkt, umgesehen. 

Le Landeron im schönsten Sonnenschein
Es gab wie immer viel zu sehen:  Altes, Außergewöhnliches, Schönes und wahrhafitg auch Kurioses. Schaut selbst: 
Schweizer Nostalgie 





Ich hab den Schlitten des Weihnachtsmanns gefunden!!
Soviel zum Thema: Kuriose Fundstücke...

Mittwoch, 14. September 2011

Schönes UND Gutes tun: Glücksli

Schon lang möchte ich diesen Shop in meinem Blog vorstellen, aber erst jetzt komme ich dazu. Betrieben wird er von Nicole Benz im beschaulichen Uster in der Schweiz. Frau Benz macht hauptsächlich kleine, feine, schlichte Anhänger aus Silber bzw. vergoldetem Silber, die sie so schön Glückslis getauft hat. 
Flügeli
(Bildrechte: Glücksli)
Glückslis kommen nicht an einer herkömmlichen Kette, sondern an einem Perlseiden- bzw. Satinband in verschiedenen Farben, entweder als Halskette oder als Armbändchen.


   
Das Chäferli, eins von 12 Siegel-Motiven
Aber Frau Benz macht eben nicht nur schönen Schmuck, sie ist auch noch engagiert, weil Glücksli erfolgreich ist und dankbar, will Glücksli das viele Glück teilen, heisst es da ganz schlicht zur Begründung. Jedes Jahr wird eine Spendenaktion lanciert, bei der ein Teil des Erlöses eines bestimmten Glückslis an eine nachhaltige  oder soziale Organisation in der Schweiz gespendet wird. 2008 gab es da beispielsweise den Klimapinguin, dieses Jahr wurde ein Teilerlös der Eule für die Vogelwarte gespendet.
Ganz besonders erwähnenswert finde ich die Aktion Peace & Love, die noch bis Ende des Jahres läuft: Wer einer gemeinnützigen Organisation mindestens 50 Franken spendet und die Spendenquittung an Glücksli schickt, erhält als Dankeschön ein doppelseitiges Sondersiegel Peace & Love aus Silber . Ist das nicht ein phantastisches Dankeschön dafür, dass man anderen hilft? Ich bin von diesem starken  Engagement eines so kleinen Unternehmens wirklich sehr beeindruckt und finde es sollte Vorbild für viele andere sein. Mein Peace & Love - Armbändchen trage ich jedenfalls voller Stolz. 


Genug geschwärmt jetzt, am besten mal selber die Homepage anschauen!
Auch an die Hardcorefans wurde gedacht

Dienstag, 12. Juli 2011

Die Früchte von einer Stunde Arbeit...




sind exakt

369 g Himbeeren,
1446 g Brombeeren und
1906 g roter Johannisbeeren.

Alle eidgenössisch, sonnenwarm und handgepflückt, versteht sich.

Damit wäre wohl meine heutige Tagesbeschäftigung auch klar...

Ich melde mich, sollten die Ergebnisse blogwürdig sein.

Samstag, 26. März 2011

Flip-Flop-Marmeladen-Saisoneröffnung und andere Erfolgserlebnisse

Meine zehenzeigenden Damen und Herren, es ist soweit!



Ich habe heute die Flip-Flop-Saison eröffnet. Mir gehts im Moment nicht so brilliant wie auch schon und als ich heute morgen zu für einen Samstag recht unchristilicher Zeit aufwachte und die Sonne lachte habe ich mir meinen Lieblingsehemann geschnappt und bin auf einen Morgenteespaziergang zum See. Und dabei habe ich für das Jahr 2011 die Flip-Flop-Saison eingeläutet. Es wurde ja auch wirklich Zeit!! Schliesslich hatten wir jetzt die ganze Woche Temperaturen jenseits der 15 Grad und das reicht ja locker fürs flippen und floppen! (Heute morgen waren es allerdings nur die Hälfte von 15 Grad...) 
Auch sonst war es sehr interessant zu sehen, was für Menschen sich zu solch früher Stund schon am und auf dem See tummeln. Vom Fischer über Ruderer, Jogger bis hin zum einsamen (im Anzug kommenden) Schwäne- & Entenfütterer war alles dabei. Ich bin immer wieder fasziniert, was mir als Langschläfer in den Morgenstunden so alles entgeht...

See am Morgen
 Dann habe ich noch einen weiteren Erfolg zu vermelden, ich habe es endlich geschafft die Husse für das Kopfteil meines Bettes zu nähen! Den Stoff  hatte ich ja bereits vorgestellt, hier jetzt das Bild des fertigen Produkts:


Schöööööön, oda?? Wie dazu gemacht. Ich bin stolz wie Bolle, auch wenn es jetzt rein handarbeitlich sicherlich keine Riesensache war. Aber mein Terrain ist eben sonst mehr die Küche als das Nähkästchen.
Apropos Küche. Neben der Flip-Flop-Saison habe ich diese Woche auch bereits die diesjährige Marmeladensaison eröffnet! Es war mal wieder mehr so ein Zufallsprodukt, nachdem ich am Dienstag Abend kurz vor Ladenschluss noch schnell fürs Abendessen einkaufen ging und mir diese Himbeeren zum halben Preis (weil matschig und reif ohne schimmlig zu sein) mit den Worten anschmachteten "Nimm uns mit und verhelfe uns zu Ruhm!" (Oder so ähnlich, mein "beerisch" ist über den Winter etwas eingerostet.) Dazu habe ich dann kurzerhand noch TK-Heidelbeeren genommen und daraus Himm(el)- & Heide(l)beer gezaubert. Eine schöne Kombi! Mit 3:1 wurde das ne ganz fruchtige Sache. Habe es allerdings in meiner Faulheit nicht passiert, man muss halt  auf ein paar Kernchen beißen. 
Man kann eben nicht alles haben. 
Aber das immerhin wieder in Flip-Flops!

Montag, 7. Februar 2011

Barbies bestes Stück darf wählen


Dieser Tage häufen sich die Jahrestage ja nur so, überall wird gefeiert und jubiliert. Und heute ist ein ganz besonderer Tag, der zwei große, denkwürdige Ereignisse vereint:

Meine Damen (und Herren, aber die nur bedingt), 
ich wage zu behaupten, dass (fast) jede von Euch schon mal einen solchen in der Hand hatte und wage sogar die Prognose, dass je nachdem wie lange diese Gegebenheit zurückliegt, ihr neugierig einen Blick naduweisstschonwohin gewagt habt.... Also ich ganz sicher. Wobei ich nicht mehr weiss, was genau ich gesehen habe, was ich davon hielt und wie (und ob?!?!) es meine spätere Einstellung geprägt hat. 
Es geht hier natürlich um Ken, Barbies äähmm, ja was eigentlich? Freund? Mann? Lebens(abschnitts)gefährten? Kumpel? Na jedenfalls, um Barbies liebstes Accessoire. Der wird heute nämlich 50!! 
Hier sind zum ersten Mal die Worte "du siehst noch genauso aus wie damals, als ich dich kennengelernt habe" keine hohlen Phrasen. *grins*
Ken, der mit Nachnamen Carson heisst, ist der Mann an Barbies (Barbara Millicent Roberts) Seite. Und das nun seit fuffzisch Jahrn. Er erinnert ein wenig an den Prinz Philipp der Spielzeugwelt, immer im Schatten von Barbie stehend, der Arme. Trotzdem, alles Liebe Ken!

Mit Ken durch die Jahrzehnte... man beachte die echten Haare
und Jumpsuit in modischem lila von 1992...!

Und das zweite Jubiläum ist nur 10 Jahre jünger als das In-Erscheinungtreten von Ken, trägt durchaus eine ähnliche genderfixierte Brisanz in sich:
In der Schweiz gibt es heute auf den Tag genau seit 40 Jahren das Frauenwahlrecht! Wahnsinn, als vorletztes Land in Europa (Das winzige Fürstentum Liechtenstein zog erst '84 nach) entschieden 66% der Männer, dass Frauen nun dann halt in Gottes Namen auch wählen können sollen. Heute stellt der Bundesrat der Schweiz, der aus sieben Mitgliedern besteht, zum ersten Mal mehr Frauen als Männer. Wenn das mal nicht ein Erfolg ist!
Frau schaue sich das an:  
Quelle: www.geschichte.bl.ch

Oder das: 

Wahnsinn, oder?

Donnerstag, 3. Februar 2011

Eigentlich...

Hatte ich schon einen Post vorbereitet mit dem Titel "Weshalb ich meinen Beruf liebe".
Und dazu hatte ich eigentlich dieses sensationelle Dokument dem geschätzten Leser zur allgemeinen Erheiterung präsentieren wollen:
Ich finde, es liest sich wie die Anleitung zu einem Tanz!

und eigentlich wollte ich dazu noch die Worte des weisen Franzosen Dominique Mallet zum Besten geben, der Bibliothekar sei 


"der Bewahrer des lebendigen Gedächtnisses der Bücher" 
(Aus: La Bibliothèque d'Avicenne)  


Ist das nicht eine absolut umwerfende Jobbeschreibung?? Ich war völlig von den Socken und bin es bei jeder Seite der Lektüre von Alberto Manguels intelligentem Buch Die Bibliothek bei Nacht auch immernoch. Dieser Mann ist einfach ein Genie. Und demnächst kommt er sogar in meine Nähe!!!

Geniales Cover, oder??
Bildrechte S. Fischer Verlag.

Dann, wollte ich eigentlich mit meiner schönen kleinen frühlingsfrischen Blumenpracht auf der Fensterbank angeben. Die Töpfe habe ich alle am Freitag im absoluten Embryonenstadium beim schwedischen Einrichtungshaus mit den vier Buchstaben gekauft in der irrigen Annahme, dass sich vor nächster Woche keine Blüte zeigen würde. Ha - weit gefehlt! Schon am Dienstag streckte der erste kleinen Narzissenkopf seinen gelben Schopf hervor und mehr folgten dem Beispiel, bis die ganze Chose jetzt heute so aussieht:

Der rechte Topf (mein alter Zwiebeltopf mit abgeschlagenen Rädern)
beherbergt Traubenhyazinthen.
Aber all hatte ich ja nur eigentlich geplant, stattdessen werde ich mich hier und jetzt wie Bolle darüber freuen, dass ich heute einen Anruf von der netten Presse- & Öffentlichkeitsarbeitsdame der ZEIT erhalten habe mit der Ankündigung, dass sie in ihrer Jubiläumsausgabe zum 65. Geburtstag über meine Schulbibliothek berichten werden!!! Ich habe diesem Projekt im kleinen Kantönli somit die Aufmerksamkeit von potenziell über 1,5 Mio. Lesern gesichert. Wenn das mal nicht gut ist, dann weiss ichs auch nicht. 
Jetzt werde ich mit stolzgeschwelter Brust den Abend mit meinem lieben Ehemann verbringen. 
Und mich noch ein bisschen freuen. :-) 

Sonntag, 14. November 2010

Ratz-Fatz-Küchentag

Cookies!!
Nach einer verrückt beschäftigten Woche habe ich heute endlich die Zeit gefunden, mal wieder in der Küche zu stehen. Und dann auch gleich das erste Rezept aus dem neuen Buch auszuprobieren. Aber zuallererst mal hab ich Cookies gebacken. Meine liebe Freundin Cat, die seit 2 Wochen stolze Besitzerin eines Traumjobs in der Schweiz ist (Willkommen im Club my dear!), hat mir bei Ihrem letzten Besuch ein ganz großartiges Geschenk gemacht, nämlich eine hausgemachte Cookiefertigmischung. Das hört sich sehr  geheimnisvoll an, ist es zu einem gewissen Grad auch, denn sie kann ihre geheimsten Geheimzutaten darin verstecken... Die Zutaten waren aufs Großartigste in einem großen Weck-Glas aufgeschichtet, fast wie bei den Sandglasbildern der Beduinen in Jordanien :-) (seeehr dekorativ, leider habe ich vergessen ein Foto zu machen). Unsereins musste nur noch Eier und Butter dazugeben, einmal kräftig umrühren und VOILÁ! fertig sind in diesem Fall die "American Peanut Chocolate Oats" Cookies. Ich habe mir bei der 2. Runde die Freiheit ausgenommen, noch einen Rest dunkler, belgischer Schokoflocken drunterzuwurschteln. Jetzt haben wir zwar ein schönes Deko-Objekt und Conversation-Piece weniger in unserer Küche, dafür aber viele leckere Cookies und damit gleich wieder ein paar Kalorien mehr auf unseren Hüften....

Sieht das nicht totaaaal lecker aus??
Um die Hüften aber im selben Maß wieder zu entlasten, habe ich mich mal an das Knuspermüslirezept gewagt und siehe da, wenn man mal alle Zutaten hat, dann gehts fast so schnell wie die Cookies. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen wie ich finde. Ich habe das Rezept natürlich gleich wieder abgeändert, bin aber aufs Höchste begeistert: Aprikosen-Cranberry-Knuspermüsli mit Sonnenblumen und Mandelsplittern. Tatsächlich knusprig und gar nicht süss. Nicht nur der liebe Ehemann ist begeistert. Und das hat sooooo Spaß gemacht, mir sind noch so an die 1000000 Variationen eingefallen, die ich gern ausprobiert hätte... Wenn jemand einen speziellen Müsliwunsch oder eine tolle Müslizutatenidee hat, dann bitte melden!

Ach ja, dann ist diese Woche natürlich noch was total Aufregendes passiert! Ich war mit einer Freundin an einem unverhofft freien Nachmittag einen Kaffeetrinken in einem neu eröffneten Café-Boutique-Selfmadeshop der aussieht, als wäre ein Dawanda-Laster darin umgekippt... Nun jedenfalls stand ich mit der Freundin an der Kasse und wir unterhielten uns so über Marmeladen & so (denn ich habe ihr das Marmelademachen dieses Frühjahr wieder näher gebracht), als mich plötzlich die Besitzerin fragt, ob ich nicht Lust hätte, bei Ihnen meine Marmeladen zu verkaufen. Ich solle doch mal was zum Probieren vorbeibringen...Ooiii-oi-oi!!! Ich war den ganzen Rest des Tages total aufgeregt und bin es noch! Aber erstmal weiss ich ja gar nicht, ob es Ihnen schmecken wird und ob sie meine Sachen dann wollen und wenn ja, ob sie sich verkaufen... aber einen Versuch ist es sicher wert!

Zum Schluss gibts noch drei wunderbare Impressionen von unserer gestrigen Heimfahrt in den Schweizer Sonnenuntergang...
Zentralschweizer Alpen

Farbenspiel

Der Himmel brennt

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Herbstfreuden

Nachdem es in Kürze wieder soweit ist, dass wir uns über trübes, graues Novemberwetter ärgern werden und durch wilden Küchenaktionismus die immer kürzer werdenden Tage irgendwie mit Sinn zu füllen versuchen, schicke ich ein paar Bilder des heutigen, strahlend schönen Herbsttages. Ich hab einfach mal die Kamera eingepackt, als ich morgens zur Tür raus bin.


Zug ertrinkt in Morgensonne
Der Blick aus meiner Schulbibliothek: Swiss-Indian Summer

Abendsonne mit Schleierwölkchen
Dann hatten wir heute noch ein ganz famoses Abendprogramm: Kürbisschnitzen mit den Nachbarskindern! Das machen wir jetzt schon mehrere Jahre und so langsam kriegt auch der nicht in Nordamerika und daher mit Halloween aufgewachsene liebe Ehemann richtig Routine und Erfahrung im "Pumpkin carving"!
Die Ergebnisse können sich sehen lassen und die Kinder waren so begeistert und hätten nach vielen "ahhhh" und "ohhh"s die Kürbisse am liebsten mit ins Bett genommen. Wir konnten sie gerade noch davon abhalten. :-)