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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Nikolausin in geheimer Mission

Ich habe mir in dieser Vorweihnachtszeit vorgenommen, den Menschen um mich herum -gefragt oder ungefragt- viel mehr Gutes zu tun. Heute Abend war ich in Nikolausiger Mission bei uns im Haus unterwegs. Vor jeder Tür habe ich einen, resp. bei Kindern zwei, Schokonikola(ä)us(e) abgeliefert. Das war nun wirklich eine Kleinigkeit, hat richtig Spaß gemacht und schon allein die Vorstellung wie morgen alle gucken, wenn sie Ihre Türen aufmachen ist es wert gewesen. Das gibt mir so ein schönes warmes Glücksgefühl im Bauch, wenn ich so etwas machen kann...
Zudem bin ich natürlich schon ein wenig gerührt über das erste klitzekleine Stiefelchen, das in diesem Jahr zum ersten Mal vor unserer Türe steht, denn nun mit zwei fängt sie langsam an solche Dinge zu begreifen. Und auf die Reaktion vor unserer Türe bin ich morgen am Allermeisten gespannt.
 
Ein kleines Stiefelchen wartet auf den Nikolaus...

In diesem Jahr mal noch ohne Rute...

Zum Glück hatten die Nachbarn die Gummistiefel
vor der Türe!

Ein Turnschuh tuts aber auch...

Ganz in weiss...

Und beim organisierten Junggesellen steht
nix vor der Türe rum...ausser dem Nikolo.

Donnerstag, 28. November 2013

2. Geburtstag: Eulen und vier Kuchen

Bevor jetzt alles in weihnachtlicher Vorfreude versinkt, möchte ich noch kurz die Geburtstagsfeier der weltbesten Tochter rekapitulieren. Vor zwei Wochen fühlte sich alles noch herbstlicher an. Da habe ich es ausgenutzt, dass noch ich diejenige bin die das Geburtstagsthema aussuchen darf, bevor wir wahrscheinlich in den nächsten Jahren in Franchise- & Filmgeburtstagswelten abdriften werden. Die Kleine orientiert sich schon früh an den aktuellen Trends, steht sie doch momentan total auf Eulen ("Uhuuuuu!!"). Also wurde die ganze Party in ein Eulenthema getaucht: 





Immer gut, besonders wenn viele Kinder dabei sind: Essbare Deko auf dem Tisch... Und jedes Kind durfte sich am Schluß als Erinnerung eine Eule aussuchen. (Manch eine Mama hat sich auch noch eine ausgesucht.)

Da sie unter der Woche, und dazu noch an einem Kita-Tag, Geburtstag hatte, mussten mehrere Kuchen her. Einer für die Kita:

ganz klassisch: Marmorkuchen (nach Johan Lafer und unscharf
da Handyfoto)

Einer für die anschließende Feier im kleinen Kreis zuhaus:

Orangencharlotte (nach Johan Lafer) 
Und zwei für die Geburtstagsparty:

Dreifachschoko-Eulenkuchen

Apfel-Galette mit Washi-Wimpelkette

Am Tag nach der Party kam dann die große Weihnachtsexplosion im Hause Marmeladenherz, dazu bald mehr...!

Freitag, 25. Oktober 2013

Erzählende Wundersteine (DIY)

Manche Projekte sind nie restlos abgeschlossen. So wie dieses hier, aber das ist auch gut so: Es geht um Erzählsteine. 
Jedes, und ich meine wirklich JEDES Kind sollte einen Satz Erzählsteine haben. Es müssen nicht drei Dutzend sein. Eine Handvoll reicht. Und ab und zu kommen ein paar neue dazu, werden getauscht, gefunden oder verloren. 
Erzählsteine sind toll, weil sie haptisch erlebbar sind. Sie liegen schwer in der Hand, sie sind kühl, -fast- unkaputtbar. Sie können gestapelt und (um)geworfen werden, rumgetragen, hin- und umgelegt, umgedreht und vorgezeigt werden. Sie können alleine oder mit einer Klasse bespielt werden. 

Pferdchen, erzähl mir was! 
Sie regen die Phantasie nicht an, denn davon haben Kinder wahrlich mehr als genug. Sie kanalisieren die Phantasie, sie helfen, Phantasie raus zu lassen, aus dem großen Gewirr eine (kleine?) Geschichte zu machen. Sie helfen beim Erzählen, geben eine Richtung vor und machen dann doch wieder jede unerwartete Wendung mit. Sie fördern das Spielen, die Kreativität, den Wortschatz, das Sprechen, Erzählen, sie machen Sinn und Unsinn und noch so vieles mehr. 
Erzählen ist eines der fundamentalsten Kommunikationsmethoden des Menschen. Lange bevor gemalt, geschrieben, gemorst, gesimst, getwittert oder gar gebloggt wurde, wurde schon erzählt. Von Jung und Alt, wahr oder erfunden, ums Feuer oder das erlegte Mammut sitzend, solange es Kommunikation gibt, gibt es Erzählungen.

Wer fliegt mit dem Flugzeug? Wohin? Warum? Mit wem? 
Und das Beste ist: Man kann sie ganz famos im Urlaub erschaffen. Sofern man an einem See- oder Meeresufer mit Steinen urlaubt. Dann sucht man sich schöne, möglichst flache Steine, die gut in Kinderhände passen. Zuhause angekommen sucht man sich aus Werbung, Katalogen, dem Internet, der eigenen Imagination, Bilder und bringt diese auf den Stein. Ich habe die Bilder aus einem Einrichtungskatalog herausgesucht und dann zu jedem Bild den passenden Stein oder auch zu jedem Stein das passende Bild gesucht. (Das hat etwas sehr Meditatives an sich.) Dann habe ich die Bilder mit Spezialkleister auf den Stein gepinselt und trocknen gelassen. Eigenlicht hätte ich gedacht, dass das reicht. Aber das Kind hat die Steine heftigst bespielt und tolle Stories in ihrer eigenen, mir nicht geläufigen Sprache erzählt, dass sie sich schon bald etwas abgenutzt wiederfanden. Man hätte also von vorneherein noch eine schützende Schicht Klarlack drüberpinseln sollen. Da Mama sowas aber in ihrem gigantomanischen Bastelvorrat nicht hat (tss-tss-tss) hat sie ganz schnöde durchsichtigen Nagellack genommen. Tuts genauso. Und nun glänzen sie wie neu. Wer gut malen kann kann die Steine natürlich auch gleich selbst mit phantasievollen Bildern bemalen. Ich bin mehr der Copy-paste-Typ, aber das ist völlig ok. Geliebt und im selbstgenähten Säckchen herumgeschleppt, werden sie trotzdem. 

Erzählsteine, erster Satz. 

Und warten schon auf viele viele weitere, tolle neue Geschichten, die noch nicht erzählt wurden.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Monatsrückblick April 2013


Meine Maiempfehlung!
Gelesen:Ich bin Bibliothekarin, die Frage erübrigt sich daher...
Gesungen: Jaaa!! Viele alte und neue Kinderlieder aus dem wirklich toll zusammengestellten (und interpretierten) Buch: "Herzlichen Glückwunsch kleines Huhn" (eine heisser Tipp!!)
Gehört: Wie mein weltbestes Kind von Tag zu Tag mehr Wörter sprechen kann...
Gesehen: Mein liebstes, mein schönstes, mein bestes Wien...
Getrunken: Die ganze Grey-Familie rauf und runter: Lady, Earl und Sunshine Grey
Gegessen: viel selbstgemachtes Müsli, das ist ja sooo lecker (und einfach - Post folgt, wenn ich es mal schaffe Fotos zu machen bevor es aufgefuttert ist...)
Gekocht: Mangoldquiche z.B., die hat geschmeckt! 
Gefreut: Nach Wien zu reisen, um dort aufzutanken (und zu essen...)
Gelacht: Tränen bei den neuesten Folgen von "The Big Bang Theory"
Geärgert: Über gelegentliches "im-Stau-Stehen" und den schleppenden Frühlingsbeginn
Genäht: ich glaube ich habe Babette diesen Monat gar nicht ausgepackt...!
Gestrickt: kannichimmernochnicht
Gekauft: Im Brocki eine noch nicht in der Memorysammlung befindliche Ausgabe von "Gemischtes Doppel" fürn Appel undn Ei - jetzt können wir mit 72 Paaren spielen wooaahhhh!!!
Gespielt: Das neue Memory noch nicht, dafür aber mehrmals täglich "guck-guck" und "wo ist das Baby??"
Gefeiert: Den Geburtstag vom allerliebsten Michael im Kreise von 120 ganz ganz tollen Menschen aus aller Welt!
Gefühlt: So langsam nach 4 Monaten den Eindruck, im neuen Job angekommen zu sein. 

Es gibt Nachwuchs in der Memorysammlung!

Mehr schöne Rückblicke gibt's wie immer hier!

Donnerstag, 25. April 2013

Kinderzimmernews: Kuscheltierhängematte

Es ist glaub ich dringend Zeit, dass ich mal ein Update zum ewigen Projekt Kinderzimmer abgebe. Es hat sich seit November, als ich von der Schrankverwandlung berichtet habe, doch einiges getan. Sehr stolz bin ich auf die entzückende Kuscheltierhängematte. Der Stoff ist ganz alter, schöner Bettwäschestoff, ein ganzer Ballen lag ebenfalls in der Wäschetruhe meiner Oma und wird in diesem Zimmer noch häufiger in Erscheinung treten. 


Kleine Anmerkung am Rande: Die Kuscheltiere waren genau noch 0,03 Sekunden nach dem Fotografieren so arrangiert, dann kamen kleine Kinderhändchen daher und patschten darin herum, sodass alle durcheinander purzelten. Naja, genau so solls ja auch sein...! 

Montag, 1. April 2013

Rückblick März 2013


Unser neuer Freund Hugo
Gelesen: "LandLeben" März/April. Besser als das Cover vermuten lassen würde.
Gesungen:  Viele Kraftlieder in der neuen Singgruppe.
Gehört: "Klezmer für Kinder"-schööön!!
Gesehen: "Mutter geht nach Indien - Reise in ein neues Leben" Total schwachsinnige Doku über Schweizer Hausfrau die plötzlich nach Indien auswandert.
Getrunken: Einen feinen Schnaps mit unlesbarem Etikett (aber 40%)
Gegessen: Vieles mit Mohn drin
Gekocht: Diesen Monat nach Plan und mit System...
Gefreut: Über meine Fortschritte beim Nähen, dass die Vorhänge endlich hängen und den neuen Papst
Gelacht: Mehrmals täglich mit und über mein tolles Kind!
Geärgert: Dass ich mal wieder krank war...
Genäht: JA! (siehe vorherigen Post)
Gestrickt: Nä(h). Wenn ichs doch nur könnte...
Gekauft: Ein Pünktchentop und ein schönes Nachthemd (u.a. auch mit Pünktchen).
Gespielt: Mit dem Baby jeden Tag!
Gefeiert: Dass das Ende meiner Krankheit auf Ostern fällt.
Gefühlt: Vorfreude auf die spontane Wien-Reise in 2 Wochen mit der neuen Kollegin.

Mehr Rückblicke gibts hier!!

Montag, 18. März 2013

Das leuchtende Kinderbuch: Hervé Tullet: The Game in the Dark

Ein Buch, das leuchtet!!

Und das ganz ohne Batterien. Mit der guten, alten Leuchtfarbe hat einer meiner derzeitigen Helden der Kinderbuchwelt ein fantastisches Buch geschaffen.
"The Game in the Dark" sind 10 Seiten ohne einen einzigen Buchstaben, ohne -zunächst sichtbare- Illustrationen, aber mit so vielen Geschichten! Denn wenn das Licht ausgeht, dann hat es ein bisschen was von Planetarium. Die Seiten sind voll mit Mustern, Planeten, Streifen, Kreisen, Tropfen, Formen, Schatten... und daraus wiederum können Geschichten entstehen von fremden Welten und unbekannten Abenteuern...

Kann es was Schöneres geben?!?

Angeblich ist das Buch ab 3 Jahren, mein Lieblingsbaby ist gerade mal halb so alt und findet es sehr toll. Ich lasse sie einfach nicht am Buch lutschen, dann besteht weder gesundheitlich noch pädagogisch eine große Gefahr.
Eine wirklich phantastische Idee. Und mein Kind lernt  auch 21. Jahrhundert noch, dass unter der Bettdecke mit der Taschenlampe "lesen" sooo toll sein kann.

Montag, 4. März 2013

Sendepausenende

Ui, ui, ui, war das aber eine lange Sendepause. Unfassbar. Fast auf den Tag genau vier Monate.
 Was dabei alles passiert ist: erster Kindergeburtstag, Weihnachten, Silvester, Jobwechsel, die ersten Schritte und vor allem: die erste richtige Krankheitswelle hat uns umspült. Von 1. Dezember an waren wir reihum, manchmal aber auch schön einer nach dem nächsten, krank. Die Bazillen aus der Kita sind im Gänsemarsch durch unsere Familie schwadroniert und haben sich die Klinke in die Hand gegeben. Offenbar hat sich unter Bazillens schnell rumgesprochen, dass es sich bei Marmeladenherzens derzeit hervorragend und effektiv wüten lässt und somit war die Adventszeit, und ehrlicherweise auch Weihnachten, eigentlich dahin. 
Immerhin hatten wir es ab Mitte Januar geschafft, als überall anders die große Welle kam. Sei es drum, ich gelobe hiermit, wieder mehr zu schreiben, großes Bloggerehrenwort. Und dabei lieber öfter mal kurz und knackig als selten und dann mit einem Anspruch an Form und Vollständigkeit, den ich derzeit nicht erfüllen kann. 
Immerhin darf ich an dieser Stelle vermelden, dass das wichtigste fehlende Möbelstück im Hause, das Bücherregal, endlich angeschafft wurde!! Das war wieder so typisch ich: Erst 15 Monate suchen und sich nicht entscheiden können und dann innerhalb von 16 Stunden eins gesehen, für gut befunden und gekauft. Es hat nochmal zwei Tage gedauert bis der Aufbau komplett war.... aber dann gings ans Auspacken! Wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen, so schön war das. Und nun steht es und erfreut groß und klein. Und ich kann endlich wieder Bücher kaufen, hatte ich mir doch ein strenges Bücheranschaffungsverbot auferlegt. Hurra!
(Vielleicht war das auch ein Grund, weshalb es plötzlich so schnell ging...)


Sonntag, 4. November 2012

Pimp my Kinderschrank

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So auch der ganz baldige 1. Geburtstag vom Töchterlein. Das ist natürlich eine Riesensache für mich Planungsfanatikerin. (Ich sag nur, Listen über Listen schreiben...)

Ein Projekt im Zusammenhang mit dem Kindesgeburtstag ist es, das Zimmer des kleinen Menschen endlich mal seiner Bestimmung zuzuführen. Bisher war dieser Raum hauptsächlich die Abstellkammer, ein Refugium für noch immer unausgepackte Umzugskisten. Das soll sich bis zum Kindesehrentage ändern. Ich bin aber nicht sicher, ob das klappt, denn es ist noch sooo viel zu tun! Das Tolle ist, ich kann einen ganzen Raum von Null auf einrichten! Da hab ich mir natürlich in den unendlichen WWWeiten viel Inspiration geholt, mal sehn ob meine Pläne alle aufgehen und realisierbar sind. Bei einigen Dingen bin ich auf die Hilfe des ABEM (AllerBesten EheMannes) angewiesen. So auch bei dem Projekt namen "Pimp my Kleiderschrank".
Dieser Kleiderschrank hat mich schon sehr lange, schon während meines Studiums begleitet. Ist so ein Ultraleichtmodell vom alten Schweden. Wände, Decke und Boden sind aus Kunststoffwellpappe, das ganze Ding ist an sich wirklich nicht mal die 50 Euro wert, die es damals gekostet hat. (Wobei ich es gebraucht für nen Zwanni gekriegt habe!) Mittlerweile ist Kollege "Vestby" gar nicht mehr im Sortiment. So, sieht das gute Stück offiziell aus, welches jahrelang -fast- meine gesamte Garderobe beherbergt hat:
Als wir dann irgendwann einen antiken Nussholzschrank erbten, musste Vestby in den Keller und wir wollten ihn immer loswerden, waren aber zu faul um ihn irgendwo anzupreisen. Was für ein Glück! Denn nun wird er für seine neue und wie ich befürchte auch letzte Aufgabe bereit gemacht: Als Kinder(kleiderundsoweiter)schrank.
Da dieser Schrank auf marmeladenherzigen Grund steht, wird er natürlich standesgemäß aufgehübscht. Zunächst wurde -auch schon zu Studienzeiten- dieser weisse Hauch von Nichts, der den Schrankinhalt gegen äußere Einflüsse schützen soll (ähm, wie denn das bitte?!) durch ein robusteres und etwas farbfreudigeres Modell ausgetauscht, nämlich durch einen Duschvorhang, ebenfalls Marke alter Schwede.
Dann hat der ABEM die Böden, die auch aus diesen Plastikwellen sind und die nach dem Beladen mit mehr als 3,45 T-Shirts schnellstens durchhingen, mit Holz verstärkt. Zudem kam ein Regal Marke Ivar (uralter Schwede) aus den Studienzeiten des ABEM zum Einsatz, da ein Kinderschrank mehr Ablage- und weniger Aufhängplatz braucht.
Und last but not least die Krönung des Ganzen: In der Wäschetruhe meiner Großmutter (ja, sowas gibt es bei uns wirklich noch!) habe ich eine riesige Menge alten Bettwäschestoff gefunden. Mit diesem und unter Zuhilfenahme einer stattlichen Anzahl von Klammern haben wir den Schrank innen bezogen.
Man sehe und staune:
Vorher

Schritt 1: Rückwand

Schritte 2 & 3: Seiten

Schritt 4: Decke

Nachher
(Schritt 5: Inneneinrichtung & Vorhang)
Jetzt gilt es dann Kisten für das Regal zu bespannen, in die dann die Babysachen hineinkommen. Aber momentan sind ihre Sachen noch im Wickeltisch verstaut, das hat also noch ein wenig Zeit. 
Es gibt noch ganz viel andere, wichtigere Dinge im Kinderzimmer. Davon jeweils mehr nach der Fertigstellung. Nur soviel: Die gerahmten Bilder sind schon bereit, um aufgehängt zu werden!

Nicht nur im Kinderzimmer wird gearbeitet, auch sonst bringt so ein erster, eigener Kindergeburtstag meine Kreativität in Schwung. 
Die Einladungen für die drei kleinen Freunde der Maus (man nennt sie auch "Charlies Angels") sind auch schon genäht und verschickt:


Mal sehen ob und was uns der Sonntag noch an Vorbereitungen zulässt!

Sonntag, 17. Juni 2012

Das Elternzeitschriften-Dilemma

Ich lese gern. Ich lese viel. Ich lese so ziemlich alles was mir unter die Finger kommt. Bin ja auch Bibliothekarin, da liegt das eher nahe. Zeitung, Banner, Werbung, Flyer, Bücher, Rezepte, Zeitschriften, alles queerbeet. Mal mit mehr, mal weniger Anspruch und das ist ok. 
Und mir ist durchaus klar, dass jedes Medium und jede Themenwelt seine eigene Sprache hat, eigene Begriffe etc... Aber wo ich wirklich und wahrhaftig ZUVIEL kriege und auch echt nicht weiterlesen kann, das sind diese süßlich-kindlichen Elternzeitschriften, die mir unterdessen auch ab und zu auch unter die Augen kommen. 
Leute, ich bin eine erwachsene Person! Ich muss aufhören zu Lesen, wenn ich an einen Artikel gerate, der eine solche Sprache benutzt:

"Die Haut ihres Winzlings ist...." , 
"..., wenn sich Ihr Nesthäkchen immer ", 
"... darf Mama ihr Herzblatt ...", 
"Dabei liebt ihr kleiner Schatz...",
"nicht nur der süße Wonneproppen..." 

undsoweiter undsofort. (Der Artikel aus dem diese Beispiele stammen umfasst eine knappe A4 Seite.)
Boahhhh, bitte!!  Ich muss echt nicht wissen, was der Microsoft-Word-Thesaurus für Synonyme zu Baby bereitstellt!! Denken diese Redakteure eigentlich, dass Eltern sobald Kinder auf die Welt kommen nur noch mit "Du-du-du" und "Da-Da-Da" Lauten kommunizieren und alles rosarot, zart und wolkenfluffig sein muss? Ich bin ja auch sehr für niedlich und süß zu haben und die Begeisterung über mein eigenes süßes, niedliches Baby ist geradezu grenzenlos, aber ich will doch nicht so ein Gesülze lesen müssen in einem Artikel, in dem es um ein Fachthema geht!! Da kann ich wirklich Rosamunde Pilcher lesen oder Cecilia Ahern. Also liebe Eltern-Zeitschriften-Redakteure, bitte behandelt Eltern wie Erwachsene Menschen und wählt ein entsprechendes Vokabular, sonst schicke ich Euch  ein herziges lieblichduftendes Nesthäkchengeschenkchen von meinem süßen Sonnenschein! #&%§*!!!

Freitag, 1. Juni 2012

Liste: Dinge, die ich als Mutter NIE tun werde - Teil 1

Ich hatte mal Prinzipien, dann wurde ich Mutter. 

Gut, ganz so dramatisch sollte ich es wohl nicht formulieren. Ich habe mir aber, bevor ich zum Muttertier mutiert bin, das alles nicht so genau überlegt. Soll heissen, der vorgefertigte "Life-Plan" für unsere Tochter lag nicht schon geschrieben in der Schublade, als sie auf die Welt kam. (Er liegt auch jetzt noch nirgendwo.) Ich habe auch nicht viel gelesen darüber was man alles soll und darf und muss und kann. Ich dachte, ich lasse das Kind und das Muttersein auf mich zukommen, vertraue meinen Instinkten und denen meines Kindes und schaue mal was passiert. 
Soweit, so gut. Zu ein paar Dingen jedoch, die ich bei anderen so beobachtet habe, hatte ich aber schon eine Meinung und beschlossen "DAS werde ich später sicher nicht (so oder in ähnlicher Form) tun!"
Mmmjjaaa, öömm, das war ja nett gemeint. Wirkte damals auf mich total logisch, durchdacht und kon-se-quent. Ist nur leider total unrealistisch. 
Denn erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. 

Vorsatz Nr.1:
Ich trage mein Kind nicht in so nem Tragetuch rum, das sieht so furchtbar ökig-birkenstockig aus.

Und jetzt bin ich DIE Trageverfechterin schlechthin auf einer Mission, die nach-vorne-Baby-Björnern am liebsten das Kind vom Bauch reissen und sie giftig anzischen würde ob sie eigentlich wissen, wie unbequem und schädlich das ist. Immerhin versuche ich, Tücher zu nehmen die nicht ganz so aussehen als hätte ich sie gerade von den Panflötenindios in der Fussgängerzone geklaut und ich bin zudem kein Freund von langen Tuchenden, die dann am Hintern runterhängen. So habe ich zumindest das Gefühl, mir ein wenig meiner alten Konsequenz und vormütterlichen Glaubwürdigkeit zu erhalten.

Vorsatz Nr.2:
Ich werde nie am Hintern meines Babys riechen um herauszufinden, ob die Windel voll ist.

Nett. Einfach nur zum Schmunzeln, diese Idee. Nur leider in der Realität absolut nicht durchführbar. Punkt. Ausser natürlich, man macht einen auf Naturvölker und legt dem Kind keine Windel an. Trotzdem ist jedesmal, wenn ich es tue, diese kleine, leise Stimme in meinem Kopf, die diabolisch grinst und sagt "Und was kommt wohl als nächstes?"

Das Frage ich mich auch und bin ein ganz klein bisschen besorgt deshalb. In weiser Vorraussicht habe ich diesen Post deshalb schonmal mit Teil 1 untertitelt. Es dürfen gerne Wetten abgeschlossen werden, wie viele Vorsätze -an die ich mich jetzt im Moment gerade nicht so genau erinnere oder erinnern will- ich denn im Laufe der Zeit noch so alles wie überflüssigen Ballast über Bord werfen werde. 
Na das kann ja heiter werden.

Freitag, 25. Mai 2012

Magische Mobilität macht Mama misstrauisch...

Ich glaube, mein Kind hat übernatürliche Fähigkeiten. 
Kein Scheiss.
Und zwar ist es eine Mischung aus Karlsson vom Dach, Pippi Langstrumpf mit nem Schuss bezaubernde Jeannie. Denn seit dieser Woche geschehen seltsame Dinge, wenn man das Kind unbeaufsichtigt zurücklässt. Es bewegt sich. Aber jetzt nicht so wie bisher, ein paar Zentimeter auf und ab, ein wenig Strecken oder mal ne halbe Drehung, sondern so richtig; Wenn man das Kind z.B. auf der Spieldecke ablegt und für wenige Augenblicke den Raum verlässt, dann liegt es bei der Rückkehr nicht nur in einer anderen Position, sondern auch an einem ganz anderen Ort!! Und dieser ist WEIT von dem Weg, an dem es ursprünglich abgelegt wurde. Echt weit. 
Der weltbeste Ehemann, immerhin hochdekorierter Physiker -und die müssens ja wohl wissen mit dem ganzen Raum-Zeit-Gereise-, steht dann kopfschüttelnd in der Tür und murmelt etwas im Sinne von "gehtdochgarnicht" oder "ganzunmöglich". Ganz schön verblüffend, was der kleine Mensch da fabriziert und das Ganze interessanterweise irgendwie immer dann, wenn gerade keiner guckt! Ich werde mich, trotz etwas das sich anfühlt wie ne verdammt fiese Sommergrippe, am Wochenende auf die Lauer legen. Hinter dem Sofa verstecken oder die Videokamera laufen lassen oder beides. 
Aber vorher werde ich den weltbesten Ehemann losschicken, um, ganz besorgte-Eltern-im-21.-Jahrhundert, einen Satz Steckdosensicherungen zu kaufen. Nicht dass das neugierige Kind mit den magischen Fähigkeiten auch noch irgendwann anfängt, Funken zu sprühen oder im Dunkeln zu leuchten...

Montag, 7. Mai 2012

Mobiles am Kreativwochenende: Strandgut & Wolke

Dieses Wochenende waren wir zur Abwechslung mal wieder zuhaus, was wirklich sehr gut getan hat, nach den letzten Wochen des vielen unterwegs Sein. Alle Familienmitglieder haben es auf ihre Art genossen, das kleine durch extensives Schlafen, die großen durch Basteln. 
Jawohl geschätzte Leserschaft, Sie lesen richtig. Basteln. Jetzt sind wir da gelandet. Bei all dem Spott, den ich Bastlern jahrelang entgegengebracht habe...jetzt hat es mich auch erwischt. Ich entschuldige dies damit, dass es fürs Kind ist. Der weltbeste Ehemann hing mit drin. Ihr wisst schon, wegen "Ring-am-Finger" und so... :-)

Das erste Projekt war ein Strandgutmobile, gemacht aus am roten Meer während unserer Hochzeitsreise in Jordanien (ein paar Fotos dazu gibts hier) gesammeltem Muscheln & Korallen, aufgehängt an Treibholz aus dem hiesigen eidgenössischen See. Zu diesem Zweck wurde die ehegattliche Werkzeugsammlung erweitert (Amnesty International kann zurückgepfiffen werden: es ging ihm nicht schlecht bei diesem Basteltermin) und dann damit gebohrt, dass der Muschelkalk nur so spritzte. Und während Papa sich an seinem neuen Spielzeug erfreute, konnte Mama die Inkarnation der Bastelgeräte in Betrieb nehmen: Die Heissklebepistole. Wie der Name schon sagt, heiss (kann aufs Sicherste bestätigt werden) und klebrig (auch da, heftiges Kopfnicken). Ich nenne sie "Gina". (Da nicht ganz jugendfrei, gebe ich nähere Erklärungen zur Namensfindung gerne auf persönliche Nachfrage.)
Nun, da es geschafft ist, dreht sich unser Besitztum luftig fröhlich im Esszimmer. Dies aber nur temporär, bis zur endgültigen Fertigstellung des Kinderzimmers.


Gina + Strandgut

Das neueste Mitglied der Werkzeugsammlung...

... bohrt perfekte Löcher!

Das Ergebnis



Das zweite ist ein vergleichsweise einfaches Projekt, was ich bei Pinterest gesehen hatte und gerne nachgemacht habe. War wirklich ziemlich einfach. Aus Filz, Pappe, Watte und ein wenig Bindfaden war die Wolke ruck-zuck hergestellt. Die darf sogar schon im Kinderzimmer die Wand zieren. 
Besonders gelungen finde ich den dramatischen Schwung in der Wolkenwatte: 

Kinderzimmerwandverschönerung: Wolke

Die Tropfen wurden nur deshalb so schön gleichmäßig, weil ich -faul & bequem wie immer- vorgeschnittene Filzblumen zerschnitten habe:


Von all diesem Gebastel muss ich mich jetzt erstmal wieder erholen. Und den Kleber entfernen, von all den Stellen, die Gina unerklärlicherweise erreicht hat...

Samstag, 21. April 2012

Zum Stülpen die Stulpen...

für kleine, süße, speckige Babybeinchen habe ich vor Kurzem bei Fräulein Prusseliese in Trier gekauft. Damit die Beine des kleinen Menschen nicht kalt werden, wenn sie aus dem Tragetuch herauslugen. Wie es so langsam wärmer wird, muss ich sie nämlich nicht mehr ständig rundherum so dick anziehen. Da kommen diese himmlischen Goldstücke wie gerufen.
Rundweg entzückendlich finde ich die, und sie machen so stylisch wie sie sind sogar noch ein schönes Bein. :-) Ich sage "süß", meine Schüler  würden sagen: "mega"!


Himmlische Babystulpen à la Fräulein Prusseliese

Sonntag, 1. April 2012

Mutterglück & Frühlingsfreuden


Osterstimmung macht sich breit!
"Was gibts Neues?" werde ich ständig gefragt. Also mit einem viereinhalb Monate alten kleinen Menschen fast täglich irgend etwas! 
Das Eindrücklichste dieser Woche: 
Montag 
hat sich das Kind zum ersten Mal vom Rücken auf dem Bauch gedreht! Zu seinem eigenen Erstaunen und hat mich dann recht hilfesuchend angeschaut à la "Hilfeeeeee, was ist geschehn?!" Ausserdem lag sie auf Ihrem Arm, was nicht so bequem ist. Ich hab sie dann freundlicherweise wieder zurückgenudelt. Die neue Mobilität wurde also noch etwas kritisch betrachtet. 
Mittwoch 
hab ich mein Baby zum ersten Mal bei "Fremden" gelassen; bei der Welt bester Tagesmutter zwar, aber trotzdem! Was für gemischte Gefühle ich da hatte! Ich war in dieser Stunde, diesen 60 Minuten, diesen 3600 Sekunden ohne mein Schnuckelchen hin und her gerissen zwischen "FREIIIIHEEIIITTT!!","Oh mein Gott wie es ihr wohl geht?","Ich sollte sie nicht bei Fremden lassen!","Es wird alles klappen!","Sie wird mich sicher nicht wieder erkennen!!" und "Vielleicht sollte ich anrufen?", alles gleichzeitig. Im Endeffekt war natürlich alles super. Das Kind hat geschlafen als ich kam, alle waren entspannt und die Frau Mama unsäglich erleichtert.

Vor lauter Erleichterung hab ich mir dann auch gleich einen Wunsch erfüllt und zwar den nach "Tulpen satt"; Hab mir eine Strauß mit 40 (vierzisch!) Tulpen gekauft. Obwohl die Schleife mich ein wenig an "Minnie Mouse" erinnert, finde ich das Arrangement schon gelungen.


Bis bald, nun gehts raus an die Frühlingssonne!